Hertha zittert - Boateng legt sich mit Matthäus an

Hertha zittert - Boateng legt sich mit Matthäus an
Hertha zittert - Boateng legt sich mit Matthäus an

Der erfolgreiche Abschluss von Felix Magaths komplizierter Retter-Mission bei Hertha BSC ist vertagt.

Die Berliner verloren am Samstagabend das letzte Heimspiel der Saison gegen den FSV Mainz 05 verdient mit 1:2 (1:1) und verpassten den vorzeitigen Klassenerhalt. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Das war ein typisches Spiel, alles war angerichtet“, erklärte Magath bei Sky. „Alles deutete auf ein Spiel hin, wo wir den Klassenerhalt schaffen. Fantastische Kulisse, das Wetter war gut, wir haben drei Spiele nicht verloren. Und dann haben wir gegen eine bessere Mannschaft etwas unnötig verloren.“

Boateng legt sich mit Matthäus an

Die Niederlage nervte auch Berlins Leader Kevin-Prince Boateng sichtlich.

„Wir waren nicht im Spiel heute, von der ersten Minute bis zum Ende. Nicht frisch im Kopf, es hat viel gefehlt“, ärgerte er sich bei Sky - und teilte dann gegen Experte Lothar Matthäus aus.

„Ich habe ja Matthäus gerade gehört, der weiß ja alles: Jetzt ist wieder alles schlecht bei uns“, ätzte Boateng, der dem Rekordnationalspieler aber immerhin in einer Sache Recht gab: „Wir haben von hinten nicht gut rausgespielt.“

Aber den Rest „will ich nicht so schlechtreden“, stellte der Berliner klar: „Wir haben immer noch die Riesenchance, das müssen wir probieren, positiv zu sehen.“

Rettet Bayern die Hertha?

Der Hertha-Klassenerhalt könnte aber bereits am Sonntag mit Schützenhilfe von Rekordmeister Bayern München folgen, der mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart Herthas zehnte Bundesligasaison nacheinander besiegeln würde.

Mainz war bereits zuvor gerettet und hatte auch mit dem Kampf um den Europapokal nichts mehr zu tun. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Bell köpft Mainz zum Sieg

Silvan Widmer (25.) bestrafte eine schwächer werdende Hertha, die kurz vor der Pause durch Davie Selke (45.+4, Foulelfmeter) den schmeichelhaften Ausgleich erzielte. Stefan Bell (81.) traf zum Sieg der Gäste. (Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker)

Richtig laut wurde es im mit 71.548 Zuschauern fast ausverkauften Olympiastadion bereits vor dem Anpfiff. Nach dem Warmmachen liefen die Herthaner geschlossen zur Ostkurve und ernteten dafür großen Beifall - ein deutliches Signal der Versöhnung im schwelenden Streit zwischen Team und Teilen der organisierten Fanszene.

„90 Minuten Einsatz, 90 Minuten Kampf und 90 Minuten Leidenschaft“ hatte Magath für den Klassenerhalt von seiner Mannschaft gefordert - und wurde nur in der Anfangsphase erhört. Hertha erwischte den besseren Start, war in den ersten Minuten wacher und erspielte sich ein deutliches Übergewicht.

Die Berliner ließen Mainz kaum ins Spiel kommen und störten weit in der gegnerischen Hälfte. Das Pressing zeigte Wirkung, die Gäste machten Fehler.

Selke lässt frühe Führung liegen

Nach einem Querschläger von 05-Verteidiger Alexander Hack kam Selke frei zum Abschluss, verzog aber deutlich (5.). Der Schwung ging in der Folge zunehmend verloren, Hertha spielte sich fest und zog sich verstärkt zurück.

Der erste Gegentreffer war eine Folge dieser Entwicklung. Die Mainzer drängten insbesondere über die rechte Seite immer häufiger nach vorne. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Bei Widmers Abschluss aus spitzem Winkel machte Hertha-Torhüter Marcel Lotka, um dessen Verbleib die Berliner trotz des eigentlich beschlossenen Wechsels zu Borussia Dortmund kämpfen, eine schlechte Figur.

Hertha tat sich nach dem Rückschlag noch schwerer als zuvor. Struktur und Druck in der Offensive fehlten, technische Patzer und Fehlpässe waren prägend für den Spielaufbau.

Hertha gleicht nach VAR-Einsatz aus

Kurz vor dem Seitenwechsel traf Mainz-Kapitän Moussa Niakhaté Herthas Dedryck Boyata im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Selke sicher.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie offener. Die Mainzer blieben dabei allerdings meist die aktivere Mannschaft und hatten durch Widmer die große Chance zur erneuten Führung (75.).

Hertha wurde nach den Einwechslungen von Maximilian Mittelstädt und Ishak Belfodil wieder stärker. Dann traf Bell per Kopf. Der kurz zuvor eingewechselte Luca Wollschläger verpasste bei einem Pfostenschuss den Ausgleich (89.).

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