Massive Regenfälle: Extremes Wetter in Berlin

Unwetter in Reinickendorf

Dort, wo sonst Treppen zur U-Bahn­station Borsigwerke in Reinickendorf führen, stürzte am Sonnabend ein kleiner Wasserfall die Stufen hinab. Videos davon wurden tausendfach im Netz geteilt. Auf Hauptverkehrsstraßen wie der Lindauer Allee bildeten sich große Pfützen, in denen Autos steckenblieben. Wieder war also ein Unwetter über Berlin hinweggezogen, und wieder musste die Feuerwehr den Ausnahmezustand ausrufen.

Die Bilanz: 435 wetterbedingte Einsätze in der Zeit zwischen 15 und 21.30 Uhr. "Das war schon heftig", sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntag. Die Feuerwehr hatte vor allem im Norden und Osten der Stadt zu tun. Reinickendorf, Pankow, Spandau, Charlottenburg und Steglitz waren Schwerpunkte. Das Gewitter traf die Hauptstadt im Nordwesten frontal.

Wegen des Unwetters mussten auch sechs Flugzeuge mit Ziel Berlin-Schönefeld umgeleitet werden. Die betroffenen Flüge seien am Sonnabend nach Hannover und Rostock-Laage ausgewichen, sagte ein Flughafensprecher. Auch am Flughafen Tegel kam es zu Flugausfällen und Verspätungen.

Erst Ende Juni war die Hauptstadt von einem Jahrhundertregen getroffen worden

Im gesamten Stadtgebiet standen Straßen zentimetertief unter Wasser, liefen Keller voll und stürzten Bäume um. In Charlottenburg musste die Feuerwehr auch zu einem Dachstuhlbrand ausrücken. Dort war ein Blitz in ein sechsstöckiges Haus an der Nehringstraße eingeschlagen. Am Wiesenburger Weg in Marzahn musste die Feuerwehr eine Abwasserpumpenstation leerpumpen.

Dort war Regenwasser in d...

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