Massengräber in Myanmar entdeckt

In Myanmar sind mehr als fünf Massengräber entdeckt worden. Überlebende Flüchtlinge berichten in Bangladesch von einem Massaker im August in Gu Dar Pyin. Die Regierung leugnet die Vorfälle.

Aus Myanmar sind Hunderttausende Rohingya vor der brutalen Gewalt des Militärs nach Bangladesch geflohen.  Die Flüchtlinge leben dort unter teils erbärmlichen Bedingungen.

Wegen der brutalen Verfolgung von Muslimen steht Myanmars Armee seit Monaten massiv in der internationalen Kritik. Die Vereinten Nationen sprechen von ethnischen Säuberungen.

Nach Augenzeugenberichten war der Angriff der Soldaten auf die Zivilbevölkerung sorgfältig geplant. Dazu Mohammad Karim:

"Einige wurden in den Fluss geworfen, einige wurden begraben, einige wurden mit Säure verbrannt. Einige wurden zerkleinert und in den Reisfeldern abgeladen. Ich denke, etwa 400 Menschen wurden ermordet. Darunter waren 10 bis 20 Kinder".

Satellitenfotos dokumentieren das Ausmaß der Zerstörung. Mehr als 680 000 Menschen sind aus Furcht vor Verfolgung ins Nachbarland Bangladesch geflohen.

Eigentlich hätte in dieser Woche mit der Rückführung von Flüchtlingen begonnen werden sollen. Dies wurde jedoch verschoben.  Eine gefahrlose Rückkehr ist derzeit nicht möglich.

Die UN-Sonderberichterstatterin für Myanmar, Yanghee Lee bekräftigte, das Vorgehen gegen die Rohingya trage die Kennzeichen von Völkermord".