Maschinenbauverband für schnelleres Ölembargo gegen Russland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Maschinenbauverband VDMA begrüßt die Pläne der EU-Kommission für weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland, mahnt aber mehr Tempo bei der Umsetzung an. "Endlich nimmt sich die EU eine der Haupteinnahmequellen des Aggressors Russlands vor und kündigt das Ende des Imports von russischem Öl an. Dieser Schritt ist überfällig und nötig", sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen an Mittwoch. Die geplante schrittweise Einführung bis zum Jahresende sei aber nicht ambitioniert genug. "Wenn man die Einnahmequellen für Putins Kriegsmaschinerie effektiv treffen will, muss das Embargo wesentlich schneller greifen."

Obwohl das Öl-Embargo auch den Maschinen- und Anlagenbau indirekt weiter belasten werde, sehe der VDMA "angesichts des aggressiven und menschenverachtenden Verhaltens Russlands in der Ukraine keine Alternative zu einer weiteren Verschärfung der Sanktionen", sagte Haeusgen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch die neuen Pläne für Wirtschaftssanktionen gegen Russland bestätigt. "Wir schlagen jetzt ein Embargo für russisches Öl vor. Dabei geht es um ein vollständiges Einfuhrverbot für sämtliches russisches Öl", sagte sie im Europaparlament. Man wolle russische Rohöllieferungen innerhalb von sechs Monaten und den Import raffinierter Erzeugnisse bis Ende des Jahres auslaufen lassen.

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