Maschinenbauer exportieren in Corona-Krise deutlich weniger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Corona-Krise bremst das Exportgeschäft deutscher Maschinenbauer. Die Ausfuhren sanken im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro, wie der Branchenverband VDMA am Montag in Frankfurt mitteilte. Ein deutliches Minus von 11 Prozent gab es im März, als sich die Pandemie in Europa ausbreitete. "In den ersten beiden Monaten dieses Jahres dürften sich die Auswirkungen der Corona-Krise mit Ausnahme der Ausfuhren nach China kaum in den Exportzahlen niedergeschlagen haben. Das hat sich im März schlagartig geändert", erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

In den ersten drei Monaten lagen die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union um 8,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Geschäft mit den vom Coronavirus stark gebeutelten Ländern wie Frankreich (minus 14,8 Prozent), Italien (minus 16,1 Prozent) und Spanien (minus 13,9 Prozent) brach ein. Knapp 15 Prozent der deutschen Maschinenexporte gehen den Angaben zufolge in diese drei Länder.

Sehr unterschiedlich entwickelte sich das Geschäft in China und den USA - den beiden wichtigsten Einzelmärkten für Maschinen "Made in Germany". Die Exporte in die USA stiegen im ersten Quartal noch leicht um 0,5 Prozent. "Hier spielt sicher eine Rolle, dass Präsident Donald Trump erst am 13. März den nationalen Notstand ausgerufen hat", erläuterte Wortmann. Die Ausfuhren nach China, wo das Virus zuerst festgestellt worden war, sanken hingegen um 8,9 Prozent. Inzwischen sieht die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie Entspannungstendenzen bei den Exporten nach China. Im Gegenzug habe sich das positive Bild in den USA deutlich eingetrübt.