Martin Scorsese: Erinnerungen an Ray Liotta

Martin Scorsese credit:Bang Showbiz
Martin Scorsese credit:Bang Showbiz

Martin Scorsese sagt, Ray Liotta sei „entschlossen“ gewesen, eine Szene zu beenden, bevor er zu seiner sterbenden Mutter ging.

Der ‚Goodfellas‘-Regisseur nannte es „eine seltene Erfahrung“, den verstorbenen Schauspieler – der Ende letzten Monats im Alter von 67 Jahren während der Dreharbeiten zu ‚Dangerous Waters‘ in der Dominikanischen Republik verstarb – in dem legendären 90er-Jahre-Mafia-Film die Rolle des Henry Hill spielen zu sehen. Damals hatte Liotta gerade die Nachricht von der Krebsdiagnose seiner Mutter Marty Liotta bekommen, wollte aber trotzdem das Filmteam nicht enttäuschen und zumindest seine Szene beenden.

In einem Kommentar für die Zeitung ‚The Guardian‘ schrieb der 79-jährige Filmemacher: „Ich sagte ihm, dass er gehen müsse, um bei ihr zu sein, aber er war unnachgiebig: Er wollte die Szene machen, bevor er ging. Wir gingen zusammen zum Set, jedem wurde gesagt, was passierte, und etwas Außergewöhnliches passierte, als wir drehten. In der Szene drehte sich alles um die Euphorie der Charaktere nach ihrem ersten großen Rauberfolg und alle kamen in einer emotionalen Bindung um Ray zusammen: Während alle lachten und feierten, trauerten sie gleichzeitig mit ihm. Lachen und Tränen, Tränen und Lachen ... es war ein und dasselbe. Ray hat die Szene so schön gemacht und dann ist er gegangen, um bei seiner geliebten Mutter zu sein. Es war eine seltene Erfahrung.“

Martin werde nie vergessen, wie von der traurigen Nachricht erfahren hat. Er schrieb: „Ich werde nie den Tag vergessen, an dem wir die Szene gedreht haben, in der Henry, Tommy (Joe Pesci) und Jimmy (Robert De Niro) ihr Tributgeld aus dem Air France-Raubüberfall an Paulie, gespielt von Paul Sorvino, übergeben. Als man die Szene vorbereitete, hörte ich, dass Ray gerade einen Anruf mit schlechten Nachrichten erhalten hatte. Ich ging direkt zu seinem Anhänger und fand ihn völlig verzweifelt vor. Seine Mutter lag im Sterben. Ich erinnere mich, dass er immer wieder sagte: ‚Sie hat mich adoptiert und aufgezogen, sie ist die süßeste Frau, die es gibt – warum hat sie diesen schrecklichen Krebs? Warum?‘“

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