Martin kritisiert Tour-Veranstalter

Daniel Martin startet bei der Tour de France für das Team Quick-Step Floors

Die 9. Tour-Etappe wurde am Sonntag von einem schweren Sturz des Australiers Richie Porte überschattet. Bei der temporeichen Abfahrt vom Mont du Chat kam der BMC-Profi von der Fahrbahn ab und verletzte sich schwer.

Mit in den Unfall verwickelt war der Ire Daniel Martin, der nicht mehr ausweichen konnte und mit Porte kollidierte.

Martin führte die Ursache des Unfalls auf Sicherheitsmängel an der Strecke zurück und kritisierte die schlechte Organisation seitens der Veranstalter.

"Es war sehr rutschig und ich denke die Veranstalter haben bekommen, was sie wollten", sagte der Teamkollege von Marcel Kittel am Montag der dpa.

Martin selbst konnte die Etappe ohne nennenswerte Blessuren fortsetzen.

Die Bedingungen auf der Strecke seien seiner Meinung nach nicht gut gewesen. "Es lag viel Kies auf der Straße und es war eine technische Abfahrt", ergänzte der 34-Jährige, der trotz des angewachsenen Rückstandes auf das Gelbe Trikot weiterhin an seine Chance auf den Gesamtsieg glaubt.

Burghardt hält dagegen

Die Meinung des Iren teilt nicht jeder. Der deutsche Straßenradmeister Marcus Burghardt sieht die Schuld nicht bei der Tour-Leitung, sondern glaubt an eine Unachtsamkeit Portes.

"Ich glaube nicht, dass man jetzt der Organisation einen Vorwurf machen kann. Ich denke eher, dass Richie da einen Fehler gemacht hat, was schade ist", sagte der 34-Jährige vom Team Bora-hansgrohe am Montagvormittag.