"Marsch der Muslime": "Starkes Zeichen, auf das viele gewartet haben"

Gemeinsam gegen den Terror: Imame fahren durch Europa. Ihre Botschaft: Der Islam ist eine Religion des Friedens

Was da am Sonntagvormittag am Breitscheidplatz parkt, sieht aus wie der Mannschaftswagen eines Sportteams. Ein silberner Reisebus, mit einer Aufschrift über den getönten Scheiben. Ein Blick auf die Buchstaben lässt erahnen, hier ist ein besonderes Team unterwegs: "Marsch der Muslime gegen den Terrorismus" steht dort. An die 50 Imame und ein Jude steigen aus, begeben sich unter dem Geklacker der Fotoapparate in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Berlin, am Ort des islamistischen Anschlags auf den Weihnachtsmarkt, war am Sonntag die erste Station der Europa-Tour gegen den Terror, gestartet war der Bus am Sonnabend in Paris. Weitere Stationen: Brüssel, Toulouse und Nizza. Am 14 Juli, dem französischen Nationalfeiertag, endet die Reise an der Friedensmauer auf dem "Champ de Mars". Die Reisegruppe besteht aus Imamen aus ganz Europa. Der Mufti von Spanien ist dabei, auch ein Imam aus Tunesien, zahlreiche Glaubensvertreter aus Frankreich und Belgien.

Auch sechs Imame aus Berlin reisen mit. Und: der jüdische Künstler und Schriftsteller Marek Halter. Gemeinsam mit einem Pariser Imam hat er die Reise gegen den islamistischen Terrorismus initiiert. Er sagt, es sei gut, wenn Politiker Strategien gegen den Islamismus schmiedeten. Aber: "Nur die Muslime selbst können den islamistischen Terror besiegen". Mohammed Taha Sabri, Imam der Neuköllner Dar-as-Salam-Moschee, fährt als Berliner Vertreter auf der Friedenstour mit. Er sagt: "Wenn Terroristen unseren Glauben missbrauchen, und mit ihrer ...

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