Markus Lanz: Wegen Jogi Löw musste Klaus Wowereit seinen Rücktritt hinauszögern

In der Sendung von Markus Lanz warb Klaus Wowereit für sein neues Buch. Neben dem Ex-Bürgermeister von Berlin waren auch Dolmetscherin Laura Schwengber, Vulkanologe Ulrich Küppers und Journalist Ulf Poschardt zu Gast. (Bild: ZDF/Screenshot)

Anlässlich seines neuen Buchs „Sexy, aber nicht mehr so arm: mein Berlin“ besuchte der 64-Jährige die Sendung von Markus Lanz, um über sein Leben, seine Karriere und sein sexy Berlin zu sprechen. Dabei hat der ehemalige regierende Bürgermeister Berlins auch verraten, dass er seinen Abgang aus der Politik gerne schon früher vollzogen hätte.

Der Ex-Politiker gab unter anderem ein interessantes Detail über seinen Rücktritt preis. Eigentlich, so Wowereit, habe er am 15. Juli 2014 seinen Rücktritt bekannt machen wollen. Weil aber die deutsche Fußballnationalmannschaft unter Jogi Löw zwei Tage davor Weltmeister wurde und ausgerechnet an jenem 15. Juli ihren Sieg am Brandenburger Tor feierte, sah sich Wowereit gezwungen, seine Rücktrittsankündigung hinauszuzögern. Letztendlich gab „Wowi“, wie er von vielen Berlinern genannt wird, sein Ausscheiden aus der Politik am 26. August 2014 bekannt.

Klaus Wowereit sprach über sein Buch. (Bild: ZDF/Screenshot)

In der Sendung verriet Wowereit zudem, dass er inzwischen ein lupenreines Rentnerdasein führe. Weder gehe er in ein Büro, wie viele Politiker dies auch noch lange nach ihrem öffentlichen Wirken tun, noch treibe er sich auf politischen Veranstaltungen herum.

Dafür schaut der Ex-Bürgermeister offenbar gerne TV-Serien. So habe er durch die Gangsterserie „4 Blocks“, in der die fiktive Geschichte von arabischen Unterweltlern im problematischen Berliner Stadtteil Neukölln erzählt wird, gesehen, wie es in Parallelgesellschaften zugehe. „Ich glaube, dass das nicht so unrealistisch war.“

Wowereit schaut gerne die Serie „4 Blocks“. (Bild: ZDF/Screenshot)

Wenige Minuten später kam Wowereit abermals auf Fernsehserien zu sprechen. Es ging eigentlich um den Polizeieinsatz in der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen. Das harte Vorgehen der Beamten wurde von vielen Bürgern und Politikern scharf kritisiert. Wowereit: „Krimis gibt‘s doch im deutschen Fernsehen zuhauf und da wird ja Kriminalität dargestellt.“ In vielen Krimis sehe man, wie die Polizei agiere. „Da kann man ja ungefähr ermessen, wie die Polizei dann auch in der Realität handelt.“

Markus Lanz konnte sich daraufhin eine Bemerkung nicht verkneifen: „Ich habe das Gefühl, Sie schauen viel fern in letzter Zeit.“ Wowereits Antwort: „Das stimmt schon.“ Und er fügte hinzu: „Ich rege mich immer über die Wiederholungen auf.“