Markus Lanz: So krank ist Ex-CDU-General Peter Tauber wirklich

In der Runde von Markus Lanz dominierte diesmal das Thema Medizin. (Bild: ZDF/Screenshot)

„Ich hab’ mich für unverwundbar gehalten, ich dachte, dass mich nichts umhauen kann.“ So zitierte Markus Lanz zu Beginn der Sendung seinen Gast, den ehemaligen CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Dass der Politiker sehr wohl verwundbar ist – darüber berichtete er nun ausführlich am Mittwochabend im ZDF.

Mitten in den Jamaika-Verhandlungen im vergangenen Herbst wurde Tauber in der Nacht auf einmal schlecht. Die Bauchschmerzen wurden so heftig, dass er zum ersten Mal in seinem Leben den Notarzt verständigte. „Da dachte ich, bin ich jetzt ein Weichei oder ein Jammerlappen? Ich hab’ Bauchschmerzen, ist doch jetzt kein Grund, den Notarzt zu rufen.“ Doch schon bald sollte sich herausstellen, dass Tauber genau richtig reagiert hat.

Peter Tauber arbeitet heute als Staatssekretär im Verteidigungsministerium. (Bild: ZDF/Screenshot)

Tauber leidet an einer Darmerkrankung namens Divertikulitis, bei der sich die Divertikel, die Ausstülpungen der Darmwand, entzünden. Im Berliner Bundeswehrkrankenhaus sei er notoperiert worden. „Die Ärzte dort haben mir das Leben gerettet!“, sagte der 43-Jährige. Dreißig Zentimeter seines Darms wurden bei einem chirurgischen Eingriff entfernt. Der Heilungsprozess verlief allerdings mit Komplikationen, sodass Tauber kurz nach der ersten OP erneut unters Messer musste.

Die Zeit seines Genesungsprozesses war, so Tauber, „krass“. Er musste von drei Pflegern von einem Bett ins andere getragen werden und hatte nicht einmal Kraft, sich die Zähne zu putzen. „Ich musste mit dem Rollator wieder gehen lernen“, sagte Tauber und fügte hinzu: „Das ist eine echte Lektion in Demut, die man da durchmacht.“

Was diese Erfahrung mit ihm gemacht habe, wollte Lanz wissen: „Ich habe anders beten gelernt, als ich vorher gebetet habe.“ Und noch eine Erkenntnis hat Tauber aus seiner Erfahrung mitgenommen: „Ich darf jetzt nicht wieder in die alten Muster fallen und mich über die selben Sachen aufregen, weil die sind‘s am Ende nicht wert.“ Tauber, der den Stress des Politiker-Lebens und die permanente Kritik, die damit einhergeht, als Ursache für seine Erkrankung vermutet, gilt inzwischen als vollständig genesen.

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist ein Urgestein des FC Bayern München. (Bild: ZDF/Screenshot)

Neben Tauber sorgte auch Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der Mannschaftsarzt des FC Bayern München, für äußerst interessante Momente. Der Sportmediziner verriet, wie heftig er und Bayerns Ex-Coach Pep Guardiola wirklich aneinandergeraten sind. Über den Katalanen sagte er: „Er hat das Medizinische vollkommen vernachlässigt. Es ging ihm nicht um die Gesundung der Spieler, sondern nur um Schmerzfreiheit. Es ging ihm nicht um das Ausheilen von Verletzungen. Das ging komplett gegen meine Philosophie.“ Guardiola habe bei jeder Gelegenheit versucht, ihn vor den Kopf zu stoßen und schlechtzumachen. Nach zwei Jahren Auszeit bei den Bayern ist Müller-Wohlfahrt, der bereits seit 1975 für den Verein tätig war, seit 2017 wieder mit dabei.