„Markus Lanz“: CSU-Generalsekretär Blume holt gegen AfD aus

Markus Blume löst Andreas Scheuer als CSU-Generalsekretär ab. (Bild: Screenshot ZDF)

Nach der Amokfahrt von Münster dauerte es nicht lange, bis die AfD begann, gegen den Islam zu hetzen. CSU-Generalsekretär Markus Blume bezog dazu nun Stellung.

„Das zeigt, dass hier jemand hat die Fratze fallen lassen“: So begann der Angriff von Markus Blume auf die AfD. Gemeint hat der jüngst zum CSU-Generalsekretär ernannte Politiker damit Beatrix von Storch. Die hatte kurz nach der Amokfahrt von Münster, als Motive und Hintergründe der Tat noch unbekannt waren, auf Twitter begonnen, gegen den Islam zu hetzen. Unter anderem postete sie das berühmte Merkel-Zitat von 2015 – „Wir schaffen das“ – neben einem wutentbrannten Emoji.


Von Moderator Markus Lanz als „das Heißeste, was die Politik zu bieten hat“ anmoderiert, zeigte sich der 43-Jährige Blume empört darüber, wie die AfD die Amokfahrt mit drei Todesopfern politisierte und instrumentalisierte. „Es geht hier nicht um Politik für das Land, sondern um ein ganz billiges Geschäft eines Populismus der Extreme“, beklagte er.

Mit diesen Aktionen schoss sich die AfD ein Eigentor

Kommentar: “Aber fest draufhauen”  – die AfD kopiert das Erfolgsrezept von Victor Orbán

Auf Twitter hatte Blume zuvor geschrieben: „Wer die Tragödie von Münster ausschlachtet, wie es Beatrix von Storch getan hat, der hat im Deutschen Bundestag nichts verloren. Wenn sie einen Funken Anstand hat, sollte sie ihr Mandat zurückgeben.“


Mit ihren Tweets zur Amokfahrt habe von Storch ihr wahres Gesicht gezeigt. „Sie will Hass in diesem Land säen“, befand Blume. Und: Diese Art eines aufhetzenden Populismus gehöre nicht zu Deutschland. An dieser Stelle hakte Moderator Lanz mit einem CSU-Tweet aus dem Mai 2017 nach: „Burka, nein Danke“ hieß es damals in dem Post. „Da ist man doch ganz schnell bei der AfD, also ‘Bikini statt Burka’ und so weiter“, merkte Lanz an.


Blume relativierte: Der Islam gehöre, wie Horst Seehofer es ausdrückte, nicht zu Deutschland, weil er das Land nicht mitgeprägt habe. Die Muslime, die hier leben, jedoch schon. „Ich möchte, dass wir als Deutschland ein so großartiges Land bleiben, wie wir sind, was so tolerant und weltoffen ist, aber wo die Spielregeln des Zusammenlebens und auch die christliche Prägung klar sind“, erklärte er.

Zwischen „Übertoleranz“ und „Selbstverleugnung“ habe man in Deutschland jedoch die Lust an der Debatte verloren. „Aber die Lust an der Empörung ist dafür umso größer“, so Blume.

Folgt uns auf Facebook und bekommt täglich aktuelle Nachrichten und Star-News direkt in euren Feed!