Marktforscher GfK vor Börsenausstieg

dpa-AFX

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Das Marktforschungsinstitut GfK steht vor dem Rückzug von der Börse. Bei der Hauptversammlung in Nürnberg am Freitag sei der Ausschluss der Kleinaktionäre beschlossen worden, teilte ein Sprecher mit. Das als "Squeeze Out" bekannte Verfahren führt dazu, dass die GfK künftig nicht mehr an der Börse notiert ist.

Der GfK macht die wachsende Konkurrenz von Billiganbietern zu schaffen. Der GfK-Verein, über den rund 600 Firmen, Kammern und Einzelpersonen an dem Nürnberger Marktforscher beteiligt sind, sah sich deshalb im vergangenen Jahr gezwungen, Unterstützung ins Boot zu holen. Der Finanzinvestor KKR ist nun gemeinsam mit dem Verein Hauptaktionär.

Bisher hielten die Kleinaktionäre nach Firmenangaben ungefähr drei Prozent an der GfK. Für den Verkauf ihrer Wertpapiere an den Hauptaktionär sollen sie eine angemessene Barabfindung erhalten, die zuvor von einem unabhängigen, gerichtlich bestellten Prüfer bestätigt werde, sagte der Sprecher.

Von einem Börsenausstieg erhoffe sich das Unternehmen durch die neue Eigentümerstruktur unter anderem mehr Planungssicherheit für unternehmerische Entscheidungen. Dies erhöhe die Wettbewerbsfähigkeit der GfK. Der Rückzug von der Börse sei daher eine Chance, um das Unternehmen auf einen langfristigen Erfolgskurs zu führen, hieß es.