Mario Gomez kritisiert deutsche Medien: "Hatte das Gefühl, dass viele darauf gewartet haben, dass wir verlieren"

Mario Gomez äußert vor dem WM-Spiel gegen Schweden seinen Unmut über die Berichterstattung in Deutschland - und kritisiert vor allem einen Punkt.

Im Vorfeld der Begegnung mit Schweden am kommenden Samstag (20.00 Uhr im LIVE-TICKER) hat Mario Gomez die Berichterstattung der deutschen Presse kritisiert. Der Angreifer des DFB-Teams beschwerte sich vor allem darüber, dass zahlreiche Medien nach der 0:1-Niederlage gegen Mexiko einige Spieler persönlich angegriffen hatten.

"Ich hatte das Gefühl, dass viele darauf gewartet haben, dass wir verlieren", erklärte Gomez am Donnerstag in Sotschi. Er schob nach: "Die Medien dürfen sagen, was sie wollen. Aber ich finde es sehr fragwürdig, dass es nach so einer Niederlage schnell persönlich wird. Man kann schreiben, dass jemand scheiße gespielt hat, man kann schreiben, dass wir als Mannschaft versagt haben, aber nach einem Spiel persönlich zu werden, ist nicht korrekt."

Mario Gomez: "Nicht ins offene Messer rennen"

Mehrere Spieler des Weltmisters waren aufgrund der schwachen Leistung gegen El Tri scharf kritisiert worden. Gegen Schweden braucht Deutschland nun mindestens einen Punkt, um die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale zu wahren. Diesbezüglich sagte Gomez: "Es gab selten ein Spiel, in dem die öffentliche und die interne Wahrnehmung so übereingestimmt haben. Das war auch bei uns das Thema in den letzten Tagen. Es ist wichtig, dass wir besser absichern und nicht ins offene Messer rennen."

Deutschland rangiert derzeit gemeinsam mit Südkorea am Tabellenende der Gruppe F.