Marine Le Pen vor Parteitag im Umfragetief

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen will beim Parteitag ihrer Front National (FN) am Sonntag einen neuen Namen für die Partei vorstellen. Zudem soll die 49-Jährige im Parteivorsitz bestätigt werden

Wenige Tage vor dem Parteitag zur Neuaufstellung der Front National ist die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen mit schlechten Umfragewerten konfrontiert: Nur noch 16 Prozent der Franzosen finden laut einer am Mittwoch veröffentlichten Befragung, dass Le Pen "eine gute Präsidentin" wäre. Das sind acht Prozent weniger als im Wahlkampf vor gut einem Jahr. Auch im eigenen Lager sinkt die Zustimmung.

Laut der Umfrage des Instituts Kantar TNS für die Zeitung "Le Monde" und die Sender LCP und France Info glauben derzeit 28 Prozent der Franzosen, dass die Front National (FN) "in der Lage ist, sich an einer Regierung zu beteiligen". Das sind zehn Prozent weniger als bei der letzten Umfrage im Februar 2017.

Bei den FN-Anhängern beträgt das Minus sogar 13 Prozent. Allerdings hat eine breite Mehrheit von 77 Prozent weiter Vertrauen in die Regierungsfähigkeit der Partei. Den von Le Pen geplanten Namenswechsel für die Front National befürworten 59 Prozent der Anhänger, 27 Prozent sind dagegen.

Bei dem Parteitag im nordfranzösischen Lille am Wochenende will Le Pen den neuen Namen für die FN vorstellen und sich als Parteichefin wiederwählen lassen. Die 49-Jährige gilt als angeschlagen, seit sie Emmanuel Macron bei der Präsidentschaftswahl im Mai 2017 unterlag. Einen Gegenkandidaten gibt es jedoch nicht.