Marihuana-Bars: Der schräge neue Hochzeitstrend aus den USA

Heirat in Grün: Immer mehr Brautpaare bieten Cannabis bei ihren Hochzeitsfeiern an. (Bild: AP Photo/John Locher)

Allzu lange hat es nicht gedauert, bis sich die Legalisierung von Marihuana in einzelnen US-Staaten selbst auf die Hochzeitsbranche ausgewirkt hat. Der neueste Trend aus Colorado & Co. wirkt doch ein wenig schräg: Es gibt mittlerweile mehrere Hochzeitsunternehmen, die Feiern mit Marihuana-Bars oder gar einem Marihuana-Motto anbieten.

Die Interessenten für so eine Feier sind sehr unterschiedlich: Von Gelegenheitsrauchern, die eine Cannabis-Bar als witziges Gimmick ansehen bis hin zu Intensiv-Konsumenten. Wie Bec Koop, eine Unternehmerin aus Colorado bestätigt, wächst die Nachfrage stetig, auch weil die Toleranz in der Gesellschaft steigt. „Wir haben bereits Anfragen für 2020“, erklärt sie gegenüber „Bloomberg“. „Eine Menge Voraussicht von diesen sogenannten faulen Stonern.“

Neben der Originalität einer Marihuana-Hochzeitsbar betonen die Anbieter auch die preislichen Vorteile: „Es ist sogar billiger als Schnaps“, sagt Adrian Sedlin vom kalifornischen Cannabis-Anbaubetrieb Canndescent im „Bloomberg“-Interview. Für eine Hochzeit mit 100 Gästen könne man demnach mit umgerechnet 250 Euro für eine zwei Stunden lang geöffnete Bar rechnen. Dort gibt es dann vorgerollte Joints, Vaporizer und Pfeifen. Auf Wunsch können auch Bongs und Cannabis-Snacks ergänzt werden.

Wer so richtig im Cannabis-Rausch ist, kann sogar noch einen draufsetzen: Von der Cannabis-Knospe im Brautbouquet über Hanf-Hochzeitskleidung bis hin zur Pärchen-Pfeife, die vor dem ersten Kuss nach der Zeremonie geraucht wird, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Auf Twitter sorgt der Trend zurzeit für eine Menge Erheiterung: „Es ist offiziell, jede Hochzeit, auf der ich bis jetzt war, war eine Zeitverschwendung“, scherzt ein Nutzer. „Ihr serviert Cannabis bei eurer Hochzeit? Dann solltet ihr lieber eine Menge Essen zur Hand haben!“, erklärt ein anderer. „It’s a nice day for a weed wedding“, postet ein User mit Verweis auf den Billy-Idol-Hit „White Wedding“.