Mariendorf : Prozess gegen Kunsthistoriker (55) wegen Cannabis-Plantage

19.000 Hanfpflanzen wurden vor zwei Jahren in einem Gewächshaus in Mariendorf entdeckt

Zwei Jahre nach Entdeckung einer riesigen Cannabis-Plantage mit 19.000 Hanfpflanzen in Berlin-Mariendorf ist der Fall erneut vor dem Landgericht aufgerollt worden. Angeklagt ist ein 55-jähriger Kunsthistoriker. Er soll mit einem Komplizen im April 2013 eine Lagerhalle gemietet haben, um auf 800 Quadratmetern Cannabis zum Verkauf anzubauen. Der 55-Jährige verweigerte zu Prozessbeginn am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht die Aussage. In einem ersten Prozess um die Plantage hatte unter anderen ein damals 46-Jähriger im Mai 2016 sechs Jahre und drei Monate Gefängnis erhalten.

Hinweise eines Nachbarn der Lagerhalle

Der Fall war durch Hinweise eines Mannes aus der Nachbarschaft der Lagerhalle, die Angaben zufolge als Dachdeckerfirma getarnt war, ins Rollen gekommen. Der Zeuge habe sich über einen auffälligen Geruch, abgeklebte Scheiben und angelieferte Pflanzenschutzmittel gewundert, hieß es im ersten Prozess. Nach monatelangen Ermittlungen kam es am 7. Juli 2015 zu einem Großeinsatz der Polizei. Neben Pflanzen sei in einer Tiefkühltruhe auch gefrorenes Haschisch entdeckt worden, hieß es damals. "Das war eine Plantage mit einer Größenordnung, wie wir sie in Berlin noch nicht hatten", so ein Staatsanwalt.

Der 55-Jährige soll laut Ermittlungen unter anderem die Finanzierung der illegalen Aufzucht abgesichert sowie den Ankauf von Pflanzen, Blumenerde und Düngemittel organisiert haben. Die Anklage geht zudem davon aus, dass der Kunsthistoriker sieben als Hilfsarbeiter angeheuerte Ukra...

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