"Maria" zu extrem gefährlichen Hurrikan der zweithöchsten Kategorie hochgestuft

Der in der Karibik wütende Hurrikan "Maria" hat auf der Insel Dominica schwere Zerstörungen angerichtet. Er schwächte sich leicht ab, gilt aber laut dem Nationalen Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) in Miami weiterhin als "äußerst gefährlich"

Der in der Karibik wütende Sturm "Maria" ist zu einem "extrem gefährlichen" Hurrikan der zweithöchsten Kategorie hochgestuft worden. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern habe "Maria" die vierte der fünf Hurrikan-Stufen erreicht, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) am Montag mit.

Für die nächsten 24 bis 36 Stunden werde mit einem weiteren Erstarken des Sturmes gerechnet, so dass "Maria" in den kommenden Tagen voraussichtlich als "extrem gefährlicher großer Hurrikan" wüte, hieß es weiter. Der Wirbelsturm befand sich laut NHC rund 70 Kilometer südöstlich der Karibikinsel Dominica und rund 55 Kilometer nordöstlich der französischen Insel Martinique. "Maria" werde in den nächsten Stunden Dominica erreichen. Dort leben rund 72.000 Menschen.

Wegen des herannahenden Hurrikans ordnete der Präfekt der französischen Karibikinsel Guadeloupe am Montag die Evakuierung von einigen bedrohten Gebieten an. Dort drohten Überflutungen und Erdrutsche, hieß es zur Begründung. Die Bewohner der französischen Insel Martinique wurden angewiesen, wegen des gefährlichen Sturms drinnen zu bleiben.

Vor gerade einmal zwei Wochen war "Irma", ein Hurrikan der höchsten Kategorie fünf, über die Karibik hinweggefegt und hatte dort schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 40 Menschen getötet. Anschließend wütete "Irma" im US-Bundesstaat Florida.

Nach neuen Angaben vom Montag tötete "Irma" dort mindestens 50 Menschen. Auf dem Festland von Florida seien 34 Menschen durch den Sturm ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Bei dieser vorläufigen Bilanz wurden allerdings nicht die Opfer auf den Keys mitgezählt; auf der Inselgruppe vor Florida starben nach Angaben der zuständigen Bezirksverwaltung mindestens acht Menschen. Auch die acht Menschen, die in einem Altersheim bei Miami wegen Stromausfalls infolge des Sturms starben, wurden in der vorläufigen Bilanz noch nicht mitgezählt.