Margot Robbie verteidigt „I, Tonya“ gegen Kritik, der Film sei historisch ungenau (exklusiv)

Einen Film über die berühmte Eiskunstläuferin Tonya Harding zu machen, die ebenso dafür bekannt war, an einem Plan beteiligt gewesen zu sein, eine Konkurrentin zu verletzen, wie für ihr Talent auf dem Eis, war von Anfang an ein gewagtes Unterfangen.

Dies wurde von einer “Sports Illustrated”-Reporterin untermauert, die damals über den Vorfall berichtet hatte und nun sagte, ihr sei bei dem Film schlecht geworden.

Aber was denken die Leute hinter „I, Tonya” über die Kritik, dass der Film historisch ungenau sei?

„Es ist witzig, denn während wir Interviews geben, fragen uns ziemlich viele Leute: ,Also wer war es wirklich, wessen Schuld war es?’“, erklärte Margot Robbie Yahoo. „Und ich denke immer nur: ‚Oh wow, ich glaube, ihr habt die Intention des Films nicht verstanden.‘ Darum geht es nicht. Irgendwann kamen wir an einen Punkt, wo wir erkannten, dass Realität und Wahrheit wirklich unterschiedliche Wege gehen, und der Film handelt davon, wie jeder seine eigene Wahrheit hat.“

„Menschen können zur selben Zeit am selben Ort sein und sich an exakt die selben Dinge auf unterschiedliche Art und Weise erinnern. Deshalb hat Steven so viele unglaubwürdige Erzähler vereint, die sich gegenseitig widersprechen. Und das ist etwas, was wir im Leben auch erfahren.“

„Ich fand das so eine gelungene Idee, zu kommentieren und zu sehen, wie Leute ihre Erzählungen kontrollieren und ihre Handlungen rechtfertigen, damit sie mit sich selbst leben können. Das ist sehr menschlich. Ich glaube, dass es uns irgendwie mit den Charakteren mitfühlen lässt und gleichzeitig sind wir fasziniert und werden unterhalten.“

(Bild: REX)

„Ich verstehe die Reaktionen nicht so wirklich, denn zum Anfang gibt es eine ironiefreie Einblendung, die erklärt, dass der Film auf Interviews mit Tonya Harding und Jeff Gillooly basiert“, bestätigte Autor Steven Rogers.

„Als ich sie interviewte, waren ihre Erinnerungen ziemlich unterschiedlich – sie erinnerten sich an nichts auf die gleiche Weise. Ich versuchte, alle Auffassungen einfließen zu lassen, ich hatte nie das Gefühl, dass es nur ein Standpunkt war, es war der der Mutter, der des Trainers, des Bodyguards und Tonyas und Jeffs.“

„Das liebte ich so an dem Drehbuch, es ist eine subjektive Erfahrung und man kann selbst entscheiden, was die Wahrheit ist”, sagte Regisseur Craig Gillespie.

„I, Tonya“ läuft am 22. März in den deutschen Kinos an.

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Sam Ashurst