"March for Our Lives": Elfjährige rührt mit starker Rede

Beim “March for Our Lives” demonstrierten Hunderttausende in den USA gegen Waffengewalt. Unter ihnen auch die gerade einmal elf Jahre alte Schülerin Naomi Wadler, die in einer rührenden Rede an all die afroamerikanischen Mädchen erinnerte, die regelmäßig Opfer von Waffengewalt werden – von denen aber niemand spricht.

Naomi Wadler am Rednerpult. (Bild-Copyright: Andrew Harnik /AP Photo)

Am vergangenen Samstag zog es vor allem junge Leute aus allen Landesteilen der USA nach Washington, D.C., um nach der Schießerei an einer Schule in Parkland an einem Protest gegen Waffengewalt teilzunehmen. Zu den Hunderttausenden, die beim “March for Our Lives“ für eine Verschärfung der Waffengesetze eintraten, zählte auch Naomi Wadler, die mit ihren zarten elf Jahren als jüngste Rednerin auch zum Mikro griff.

In ihrer Rede ging es der Schülerin vor allem darum, auf afroamerikanische Frauen aufmerksam zu machen, die durch Waffengewalt ums Leben kommen und deren Geschichten es nicht auf die Titelseite jeder nationalen Zeitung schaffen. “Viel zu lange waren diese Namen, diese schwarzen Mädchen und Frauen, einfach nur Zahlen. Ich bin hier, um auch für diese Mädchen zu sagen: ‘Nie wieder’”, sagte sie unter anderem in ihrer Rede, die mit großem Beifall bedacht wurde.

Wie die Schülerin weiter erzählte, hatten sie an ihrer Schule statt der geplanten 17 Minuten (für die 17 Parkland-Opfer) sogar 18 Minuten lang geschwiegen. Die Extra-Minute schwiegen sie für ein afroamerikanisches Mädchen, das kurz nach dem Massaker in Parkland an einer Schule in Alabama Opfer von Waffengewalt wurde – doch über das niemand sprach.

Auf Twitter, wo das Video von Naomi Wadlers Rede schnell die Runde machte, wurde die Schülerin bereits kurze Zeit später von vielen Fans gefeiert.

Hier gibt es mehr zum Protest in den USA.