Marcel Schrötter über virtuelle Moto2: "Beim Spiel ist man abartig nervös"

Sebastian Fränzschky

Intact-Pilot Marcel Schrötter hat sich beim virtuellen Moto2-Rennen in Jerez mit Platz sechs solide aus der Affäre gezogen. Von Startplatz vier aus rutschte Schrötter nach einigen Zwischenfällen einige Positionen nach hinten und holte sich in der letzten Runde noch den sechsten Platz. Der Sieg ging an Lorenzo Baldassarri (zum Bericht).

"Es war ganz lustig, die anderen zu sehen, auch wenn es sich um meine Konkurrenten handelt. Man darf nicht vergessen, dass die ganze Veranstaltung für einen guten Zweck für Two Wheels for Life stattfand". bemerkt Schrötter.

"Wir hatten fünf Minuten für das Qualifying. In der Zeit muss man schauen, dass man zwei Runden schafft. Ich wurde Vierter. Meine Zeit war recht ordentlich, damit war ich zufrieden und ich hatte mir einiges für das Rennen vorgenommen. Wir waren uns alle bewusst, dass wir vor allem Jake Dixon im Auge behalten mussten, weil er die ganze Zeit gestürzt war. Er stand auf Startplatz sieben und wir haben Witze darüber gemacht, dass er von hinten kommen und alle abräumen würde", bemerkt Schrötter.

"Im Endeffekt war ich es aber letztendlich, der gestürzt ist", gesteht Schrötter. "Ich hatte keinen super Start, habe etwas hart in die erste Kurve reingebremst und bin schon das erste Mal zu Boden gegangen. Dabei habe ich sogar noch jemanden mitgerissen. Natürlich waren da die ersten vorn schon weg."

"Bei dem Spiel ist man abartig nervös, weil du genau weißt, dass du kaum Zeit hast und bei einem kleinen Fehler alles vorbei ist. Man muss sich wirklich extrem konzentrieren, seine Finger unter Kontrolle zu behalten. So ging es mir in den ersten Runden. Ich bin dann vor lauter Nervosität zu früh in Kurve acht eingebogen", bedauert der Moto2-WM-Pilot.

"Beim Anbremsen bin ich innen über die Randsteine ins Grüne und ich bin wieder gestürzt. Nach zwei Stürzen war so gut wie alles gelaufen. Ich habe aber zum Schluss noch Canet überholt und bin auf Rang sechs ins Ziel gekommen", berichtet Schrötter.

"Es war ganz lustig, weil ich einige hinter mir gelassen habe und in der letzten Runde auf Aron Canet aufgelaufen bin. Das hat uns beide an Katar erinnert, wo es ähnlich gelaufen war. Natürlich ist der sechste Platz ein bisschen enttäuschend, ich hätte gern besser abgeschnitten. Aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht, es war für einen guten Zweck und ich hoffe, dass wir das bald wiederholen", so der Deutsche.

Mit Bildmaterial von IntactGP.