Marc Faber: So fing alles an

Andreas Deutsch
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Jim Rogers und Marc Faber warnen: Seht euch alle bloß vor!

Aller Anfang ist schwer – auch an der Börse. Das gilt für jeden, auch für Promis. Lesen Sie, wie es Crashprophet Marc Faber erging, als er zum ersten Mal Aktien kaufte.

"Ich beendete mein Studium der Ökonomie mit dem Doktorat im Jahre 1969. Ich war damals noch jung und brauchte kein Geld für Bordellbesuche auszugeben. Durch Skirennfahren hatte ich 25.000 Schweizer Franken angespart. Ich sagte mir: Ich mache eine Spekulation. Wenn ich gewinne, reise ich für ein Jahr in der Welt herum. Wenn ich verliere, gehe ich arbeiten.

Die Arbeit kam schneller als erwartet …

In den 60er-Jahren hatte ich begonnen, gewisse Aktienkurse zu verfolgen. 1969 bemerkte ich, dass die Aktien der Firmen Litton und Penn Central in den USA bereits um 80 beziehungsweise 90 Prozent gefallen waren. So ging ich zur UBS-Niederlassung Roemerhof, wo ich mein Geld hatte, um den Chef der Vermögensverwaltung zu treffen. Ich werde dieses Meeting nie vergessen. Der Bankier Butikofer war zwar nicht arrogant, aber wie eben die Schweizer Privatbankiers sind, ein süffisantes Arschloch. Allerdings rechne ich ihm an, dass er mich warnte: „Herr Faber, das sind aber sehr spekulative Aktien.“ – „Ja“, sagte ich, „das will ich auch.“

Obwohl Litton und Penn Central bereits tief gefallen waren, fielen sie nochmals innerhalb von sechs Monaten um 90 Prozent.

Ich dachte mir: So ein Idiot wie ich wird sicher an der Wall Street erfolgreich. Also nahm ich einen Job an bei einer amerikanischen Investmentbank …"