Marburger Bund fordert weniger CO2-Emissionen im Gesundheitsbereich

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Marburger Bund hat zum Start des Deutschen Ärztetages am Montag die Reduzierung von CO2-Emissionen im Gesundheitsbereich gefordert. Der CO2-Abdruck des Gesundheitswesens sei relevant, sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Wir brauchen in den Einrichtungen des Gesundheitswesens größere Bemühungen um den Klimaschutz, beispielsweise indem Verbrauchsmaterialien und auch der Energieverbrauch reduziert werden."

Wenn man Klimaschutz wirklich ernst nehme, müsse man sich Produktionsbedingungen genauer anschauen. "Das erwarte ich auch von der neuen Bundesregierung", sagte sie mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen von Grünen, SPD und FDP. Als Beispiel nannte Johna die Herstellung von Medikamenten: "Würde man den gesamten CO2-Fußabdruck bei der heutigen Medikamentenproduktion einpreisen, wäre die Herstellung in Asien kaum mehr rentabel", sagte sie. "Dann könnten Produktionskapazitäten in Europa aufgebaut werden, was für die Bevorratung von Arzneimitteln und die Versorgungssicherheit ohnehin sehr viel sinnvoller wäre."

Der Marburger Bund ist ein Berufsverband der angestellten und verbeamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels und Forderungen an die künftige Bundesregierung sind Themen des 125. Deutschen Ärztetages. Dieser fällt zusammen mit den ersten Tagen der Weltklimakonferenz in Glasgow.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.