Marathon 2017: Berlin-Marathon ist ein Lauf durch die Geschichte der Stadt

Einer der schönsten Plätze Europas: der Gendarmenmarkt mit dem Konzerthaus ist ein Highlight an der Strecke

Auf ihrem Lauf über die 42,195 Kilometer lange Marathon-Route durch Berlin dürften die Spitzensportler kaum die Muße haben, den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Immerhin sind die schnellsten Läufer mit einem Durchschnittstempo von 20 Stundenkilometern unterwegs, da huschen Denkmäler, Kirchen und Wahrzeichen meist rasch an ihnen vorbei. Eigentlich schade, denn die Routenplaner des Veranstalters SCC haben sich viel Mühe gegeben, die Laufstrecke möglichst an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeizuführen, damit durch die Bilder des Marathons, die weltweit gesendet werden, jeder Zuschauer Lust auf einen Berlin-Besuch bekommt.

Schon der Startplatz mitten im Tiergarten ist ein Höhepunkt der Tour. Die grüne Lunge der Metropole ist mit ihren 210 Hektar größer als der Hyde Park in London. Und mittendrin am Großen Stern ragt die Siegessäule mit der
8,32 Meter hohen geflügelten Siegesgöttin 69 Meter in den Himmel. 285 Stufen sind zu bewältigen, um auf der Spitze der Säule den Blick auf Tiergarten und Schloss Bellevue zu genießen.

Über eine Schleife auf der Nordseite des Tiergartens geht es etwa bei Kilometer 7 am Hauptbahnhof (der größte und modernste Kreuzungsbahnhof Europas, 2006 eröffnet, entworfen von Meinhard von Gerkan) hinein ins Regierungsviertel mit Bundeskanzleramt und Reichstag. Das Reichstagsgebäude, erbaut 1884-1894 nach den Plänen von Paul Wallot, ist nach wechselvoller Geschichte und Zerstörung durch einen Brand 1933 seit 1990 Si...

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