Manyonga erster afrikanischer Weltmeister im Weitsprung

SID
Weltrekordversuche am Gletscher: Manyonga und Taylor scheitern deutlich

Der Südafrikaner Luvo Manyonga hat bei der Leichtathletik-WM in London Gold im Weitsprung gewonnen. Der 26-Jährige setzte sich mit 8,48 m vor dem US-Amerikaner Jarrion Lawson (8,44) durch. Bronze ging an Manyongas Landsmann Ruswahl Samaai (8,32) vor dem Russen Alexander Menkow (8,27). Der Weltmeister von Moskau 2013 startete wegen der Suspendierung seiner Mannschaft unter neutraler Flagge.
Manyonga, früher drogenabhängig, ist der erste Weitsprung-Weltmeister aus Afrika und der zweite in einer Sprung-Disziplin nach dem südafrikanischen Hochspringer Jacques Freitag, der 2003 in Paris gesiegt hatte. Im zweiten Versuch erzielte der frühere U20-Weltmeister die Gold-Weite, blieb jedoch deutlich unter seiner Weltjahresbestleistung (8,65).
Der Kampf um Bronze bot Hochspannung, Maykel Masso (Kuba/8,26) fehlte bis zum letzten Durchgang nur ein Zentimeter auf die bis dahin weitengleichen Samaai und Menkow - dann zog der Südafrikaner aber mit seinem letzten Versuch davon.
London-Olympiasieger und Titelverteidiger Greg Rutherford (Großbritannien) hatte seinen Start bei seiner Heim-WM verletzungsbedingt absagen müssen. Rio-Olympiasieger Jeff Henderon (USA) war wie der deutsche Meister Julian Howard (Karlsruhe) bereits in der Qualifikation gescheitert.