Mann tötet Exfrau und einjährige Tochter bei Messerangriff in Hamburger Bahnhof

Der tödliche Messerangriff auf eine Mutter und ihr einjähriges Kind in einem Hamburger Bahnhof ist nach Einschätzung der Ermittler ein Racheakt des tatverdächtigen Vaters gewesen. Der Mann hatte einen Sorgerechtsstreit um das Kind verloren

Bei einem Messerangriff in einem belebten U- und S-Bahnhof in der Hamburger Innenstadt hat ein Mann am Donnerstag seine Exfrau und seine einjährige Tochter getötet. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, wählte der 33-Jährige danach selbst den Notruf und wurde festgenommen. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.

Nach Angaben der Beamten starb das Kind unmittelbar nach der Tat auf einem Bahnsteig. Die 34-jährige Exfrau und Mutter überlebte zunächst lebensgefährlich verletzt, starb jedoch im Krankenhaus.

Die Tat ereignete sich am Vormittag am Bahnhof Jungfernstieg direkt in der Hamburger Innenstadt. In der Nähe befinden sich Einkaufsstraßen, die bei Touristen beliebte Binnenalster und das Rathaus. Polizei und Feuerwehr waren im Großeinsatz, das Gebiet wurde zeitweise abgesperrt. Auch der S-Bahnverkehr war gestört.

Nach den Angriff wählte der Mann nach Angaben der Beamten selbst den Notruf und wurde von Polizisten vor einer Bank in der Nähe des Tatorts festgenommen. Mordkommission und Staatsanwaltschaft nahmen die Ermittlungen auf. Details zu den möglichen Motiven des Täters lagen am Donnerstag zunächst allerdings nicht vor.