Mann sticht in Regionalzug in Nordrhein-Westfalen auf Menschen ein

Polizeifahrzeug (AFP/Odd ANDERSEN) (Odd ANDERSEN)

In einem Regionalzug in Nordrhein-Westfalen hat ein Mann am Freitag mit einem Messer auf Mitreisende eingestochen und dabei vier Menschen und sich selbst verletzt. Der 31-Jährige habe nach bisherigen Erkenntnissen "wahllos und willkürlich" Passagiere mit dem Messer attackiert, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. "Opfer und Täter standen in keinerlei Beziehung zueinander", sagte er. Ein islamistischer Hintergrund werde geprüft.

"Nach allem, was wir bisher wissen, müssen wir bei dieser Tat von einer Amoktat ausgehen", sagte Reul. Den Angaben zufolge ereignete sich der Angriff am Morgen in einem Regionalzug nach Aachen, kurz nachdem dieser den Bahnhof Herzogenrath verlassen hatte. Ein 60-jähriger Bundespolizist in Zivil, der zufällig im Zug gewesen sei, habe den Mann überwältigt und festgenommen. Zwei Passagiere hätten ihm dabei geholfen, den Angreifer niederzuringen.

Bei dem mutmaßlichen Täter handle es sich um einen 31 Jahre alten Mann aus Nordrhein-Westfalen, der gebürtig aus dem Irak stamme. Im Jahr 2017 sei er als so genannter islamistischer Prüffall geführt worden, seitdem habe es "keine Auffälligkeiten" gegeben, sagte Reul. Allerdings sei der Mann unter verschiedenen Namen aufgetreten.

Mehrere Menschen hätten Schnittverletzungen an den Händen und im Gesicht davongetragen, sagte Reul. Vier Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Täter, der zunächst in Gewahrsam gebracht wurde, war demnach verletzt und kam später in ein Krankenhaus. Die Polizei war mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort. Die Strecke wurde zwischenzeitlich gesperrt.

ruh/pw

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