Manipulationsvorwürfe: Videobeweis: Krug als Chef abgesetzt, Fröhlich übernimmt

Der Projektleiter für den Videobeweis Helmut Krug (r. mit Lutz Michael Fröhlich) wurde vom DFB abgesetzt (Archiv)

Berlin So geht es nicht weiter. Die vehemente Kritik am Videobeweis ist endgültig angekommen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Am Montag zog der Verband erste Konsequenzen und setzte Hellmut Krug als Projektleiter des Videobeweises ab. Wie der DFB bekannt gab, wird der 61-Jährige von Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich ersetzt. Unterstützt wird der Berliner von Florian Götte, dem Abteilungsleiter Schiedsrichterwesen.

Im Gesamtprojekt soll Krug allerdings weiter involviert sein – nur eben mit deutlich weniger Einfluss. Seine neuen Kernaufgaben: "inhaltliche Analyse" und "fachliche Dokumentation". Entscheiden wird Krug nichts mehr.

Genau dieser Vorwurf, Krug habe zu viel Einfluss genommen, war via "Bild am Sonntag" an die Öffentlichkeit gelangt. Beim Bundesligaspiel Wolfsburg gegen Schalke soll Krug als Supervisor zweimal den zuständigen Video-Assistenten überstimmt haben. Ein Eingriff, der laut Statuten nicht erlaubt ist. Wie ernst es ihm mit dieser Regelung ist, betonte der DFB ausdrücklich. Ein Supervisor dürfe "künftig während der Spiele keine direkte Kommunikation mit den Video-Assistenten haben", hieß es.

Auch Herthas Dardai und Kalou bemängeln die Umsetzung

Krug und der betroffene Video-Assistent Marco Fitz hatten die Anschuldigungen zwar zurückgewiesen, doch der Druck auf den früheren Fifa-Referee war wohl zu groß. Der Berliner Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte ihm zuletzt Vetternwirtschaft vorgeworfen. Nun muss er ins zweite Glied rücken.

Wie unzulänglich der Videobe...

Lesen Sie hier weiter!