18-jähriger Super-Joker rettet Arsenal - City im Glück

Der 18-jährige Eddie Nketiah führte den FC Arsenal mit seinem Rekord-Doppelpack zum Sieg gegen Norwich City

Für den FC Arsenal, Manchester City und Manchester United ging es im Achtelfinale des League Cup zur Sache (Der Spielplan des englischen League Cups).

Im bedeutungsloseren der englischen Pokale schonten viele Trainer ihre Top-Akteure für die Premier League oder die anderen Pokalwettbewerbe.

Auf dem Papier hatte der FC Arsenal eigentlich die einfachste Aufgabe gegen Norwich City. Beim 2:1 (1:1) nach Verlängerung taten sich die Gunners aber ohne die Deutschen Mesut Özil, Shkodran Mustafi und Per Mertesacker sehr schwer.

In der 34. Minute erzielte Josh Murphy die Führung für den Underdog aus Norwich. Bis zur 85. Minute hielt diese Führung, dann wechselte Arsenal-Coach Arsene Wenger aber Edward Nketiah ein. Noch in der selben Minute erzielt der 18-Jährige mit dem ersten Ballkontakt den Ausgleich - in seinem Heimdebüt und dem zweiten Profi-Einsatz überhaupt.


Mit seinem zweiten Tor in der 96. Minute rettete der Engländer sein Team vor einer möglichen Blamage im Elfmeterschießen. Mit Nketiah gelang erstmals einem Spieler ein Tor für den FC Arsenal, der geboren wurde, nachdem Wenger 1996 den Verein als Trainer übernahm.



Die Fans der Gunners reagierten prompt und erlaubten sich einen Spaß, indem sie zwischenzeitlich den Wikipedia-Eintrag des Stürmers aktualisierten. Nketiah hieß dort mit vollem Namen "Edward Keddar Pele Maradona Ronaldinho Kaka Nketiah" und wurde als "großartigster Spieler aller Zeiten" bezeichnet.



Manchester City im Glück

Mit Ilkay Gündogan aber anfangs ohne Leroy Sane startete Pep Guardiola gegen die Wolverhampton Wanderes in das Duell der englischen Tabellenführer. Die Wolves boten ihrerseits aber nur eine B-Mannschaft auf, da sie sich auf die zweite Liga konzentrieren. Trotzdem hatte ManCity große Probleme mit den Zweitligisten.

Erst nach 90, dann nach 120 Minuten fiel kein Tor. Erst spät wechselte Guardiola seine noch verfügbaren Stars ein. Kevin de Bruyne kam in der 83. Minute, Leroy Sane in der fünften Minute der Verlängerung.

Im Elfmeterschießen setzten sich schlussendlich die Favoriten durch. Die Wolves legten in Person von Leo Bonatini vor, scheiterten dann aber zwei Mal an City-Keeper Claudio Bravo. De Bruyne, Yaya Toure, Sane und Sergio Agüero trafen für Manchester.

Agüero hätte zudem die Chance gehabt, mit einem Treffer vor dem Elfmeterschießen alleiniger Rekordtorschütze von ManCity zu werden. Er und Eric Brook teilen sich momentan mit 177 Toren den ersten Platz.

United gewinnt souverän

Manchester United meisterte die Aufgabe bei Swansea City am souveränsten. Mit einem Doppelpack von Jesse Lingard siegten die Red Devils mit 2:0 (1:0) in Swansea. Jose Mourinho schöpfte allerdings auch aus den Vollen.

Mit Marcus Rashford, Anthony Martial und Lingard startete der United-Coach mit geballter Offensivkraft in das Achtelfinale, später durfte auch noch Romelu Lukaku für eine knappe halbe Stunde auf den Platz.

Zweitligist Leeds United verlor ohne Pierre-Michel Lasogga bei Leicester City mit 1:3 (1:1). Dafür stand Felix Wiedwald, der ehemalige Torwart von Werder Bremen für Leeds zwischen den Pfosten.

Kelechi Iheanacho (30.), Islam Slimani (71.) und Riyad Mahrez (88.) erzielten die Tore für den Meister von 2016. Pablo Hernandez (26.) hatte Leeds zuvor in Führung gebracht. Zweitligist Bristol City warf Premier-League-Schlusslicht Crystal Palace mit 4:1 (2:1) aus dem Wettbewerb. AFC Bournemouth schlug Zweitligist FC Middlesbrough 3:1 (0:0). 

Die League Cup-Partien am Dienstag im Überblick:

FC Arsenal - Norwich City 2:1 n.V.
AFC Bournemouth - FC Middlesbrough 3:1
Bristol City - Crystal Palace 4:1
Leicester City - Leeds United 3:1
Swansea City - Manchester United 0:2
Manchester City - Wolverhampton Wanderers 4:1 n.E.