Wie man 10.000 Euro jetzt richtig investiert!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Das Coronavirus hält die Märkte noch immer gefangen. Mit DAX, S&P 500 und Co. ist es zwischenzeitlich ordentlich bergab gegangen. Da das Korrekturniveau über der Marke von 10 % gelegen hat, dürfen wir rein technisch gesehen sogar von einer Korrektur sprechen.

Viele Investoren wollen dieses nun vergleichsweise günstigere Level jedoch nutzen, um günstiger in Aktien einsteigen zu können, wissen womöglich jedoch nicht, wie. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf zwei spannende Möglichkeiten, die man grundsätzlich in Erwägung ziehen kann, wenn man 10.000 Euro investieren möchte: Beteiligungsgesellschaften und Real Estate Investment Trusts oder kurz REITs.

1) Beteiligungsgesellschaften

Der Vorteil von 10.000 Euro ist einerseits natürlich, dass man mithilfe eines solchen Geldbetrages theoretisch auch ein eigenes Aktienportfolio kreieren könnte. Allerdings ist das in vielen Fällen möglicherweise auch eine Bürde. Speziell wenn man nicht weiß, auf welche Aktien man idealerweise setzen sollte, um von einer Korrektur bestmöglich profitieren zu können.

Grundsätzlich existieren jedoch Mittel und Wege, um vom Know-how anderer profitieren zu können: Nämlich Beteiligungsgesellschaften, die für all diejenigen eine Option sind, die nicht auf Passivfonds setzen möchten und Aktivfonds mit mehr Steuerung aufgrund der hohen Gebühren scheuen. Der Vorteil solcher Beteiligungsgesellschaften ist dabei, neben der Einfachheit bei der Auswahl der Aktien, dass man auch hier diversifiziert an einem breiteren Portfolio profitieren kann. Und sich entspannt langfristig zurücklehnen kann, weil ein anderer eben die Investitionsentscheidungen trifft.

Die Auswahl unter den Beteiligungsgesellschaften ist dabei jedoch ebenfalls vergleichsweise hoch. Mit Berkshire Hathaway existiert beispielsweise die Möglichkeit, von Warren Buffetts Aktienportfolio zu profitieren, der langfristig den Markt bedeutend hinter sich gelassen hat. Die Softbank hingegen ermöglicht es Investoren, mithilfe von Aktien und Unternehmen aus dem Bereich der Technologie zu profitieren. BB Biotech hingegen ist ein Sammelsurium unterschiedlicher Biotech-Aktien, die ebenfalls und gerade langfristig eine spannende Zukunft besitzen könnten. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Oder mit 10.000 Euro eben die Auswahl. Ein solcher Betrag ermöglicht es Investoren schließlich, auf mehr als eine solcher Beteiligungsgesellschaften zu setzen. Dadurch ist im Endeffekt sogar ein bedeutend größerer Querschnitt durch viele Bereiche möglich.

2) REITs

Eine zweite Möglichkeit, die insbesondere Einkommensinvestoren favorisieren können, sind außerdem Real Estate Investment Trusts, oder kurz: REITs. Hinter diesem Namen verstecken sich bestimmte steuerlich privilegierte Immobiliengesellschaften, die für ihre hohen Dividenden bekannt sind. Der Mix aus Betongold und Dividende hat dabei schon so manchen Zahler der Extraklasse geformt.

Dabei sind gerade in der aktuellen Korrektur ohne viel Mühe und Not eher moderate Dividendenrenditen im Bereich von 4 % möglich. Wer hingegen ein etwas zyklischeres Geschäftsmodell und operativen Gegenwind nicht scheut, der kann in den Corona-Crash-Zeiten sogar zweistellige Dividendenrenditen erhalten. Ja, sogar 12 % sind dabei in letzter Zeit möglich gewesen.

Das Gute an einem 10.000-Euro-Investitionsvolumen ist auch hierbei, dass man sich als Investor nicht einschränken muss. Grundsätzlich kann man so womöglich ein breiteres passives Einkommensportfolio erstellen, wobei man in viele Real Estate Investment Trusts investiert, um die Dividendenbasis zu diversifizieren. Mit 10.000 Euro kann man hier grundsätzlich einen bedeutenden Strom passiver Einkünfte generieren.

Es liegt bei dir!

Im Endeffekt liegt es natürlich an dir, wie du 10.000 Euro investieren möchtest. Neben Beteiligungsgesellschaften und Real Estate Investment Trusts sind dabei natürlich auch andere Optionen denkbar. Ein breiteres Aktienportfolio, andere Dividendenaktien oder auch ETFs können dabei Alternativen sein. Oder auch andere, exotischere Dinge.

Die Korrektur schafft dabei jedoch eine spannende Gelegenheit, um aus einer langfristigen Perspektive heraus nun günstiger investieren zu können. Diese sollte man möglicherweise besser nicht einfach so ungenutzt verstreichen lassen.

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Vincent besitzt Aktien von BB Biotech und Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short March 2020 $225 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt Softbank.

Motley Fool Deutschland 2020