"Mambo No. 5": Trikot wird zum Hit

Maximilian Lotz
Yado Mambo spielt für Ebbsfleet United in der fünftklassigen englischen National League

Der Name Yado Massaya Mambo war bislang nur eingefleischten Kennern des englischen Amateurfußballs ein Begriff.

Doch in den vergangenen Tagen ist der Bekanntheitsgrad des 26 Jahre alten Innenverteidigers des englischen Fünftligisten Ebbsfleet United rapide gestiegen. Die Gründe sind: eine TV-Übertragung, sein Nachname - und ein Sommerhit aus dem Jahr 1999.

Nach der im englischen Fernsehen live übertragenen Partie von Ebbsfleet gegen Leyton Orient am Samstag machte ein Screenshot seines Trikots mit der "falschen" Rückennummer 18 die Runde in den sozialen Netzwerken.

Erinnerungen an Sommerhit "Mambo No. 5"

Der Tenor der Kommentare lautete: "Wie kann man einen Spieler namens Mambo verpflichten und ihm NICHT die Nummer 5 geben!?" Sozusagen als Hommage an den gleichnamigen weltweiten Sommerhit von Lou Bega aus dem Jahre 1999.

Sogar die englischen Medien griffen die Geschichte auf - und der Spieler selbst befeuerte die Diskussion auch noch.

"Ich habe meinem Boss das gleiche erzählt, aber er hat mir bis zu diesem Wochenende nicht geglaubt, als es in den sozialen Medien rund ging", sagte Mambo zu BBC Radio Kent und outete sich als Lou-Bega-Fan: "Das war einer meiner Lieblingssongs in dem Alter. In der Schule haben ihn mir auch viele Kinder vorgesungen."

Klub beugt sich Druck und startet Auktion

Nun beugte sich sein Klub dem "medialen Druck" und startete eine Auktion für einen guten Zweck. Bei eBay wird ein Mambo-Trikot mit der Nummer 5 und ein signiertes Foto des Spielers versteigert. Der Erlös kommt der Organisation "Prostate Cancer UK" zugute, die sich für den Kampf gegen Prostatakrebs einsetzt.


Auf dem Platz wird Mambo jedoch weiterhin mit der Nummer 18 auflaufen. "Die Nummer 5 gehört momentan unserem Kapitän Dave Winfield und er ist ein ziemlich großer Typ", schrieb Ebbsfleet United in seiner Mitteilung: "Um sie ihm aus den Händen zu reißen, bräuchte man mutigere Männer als wir es sind."

Eine ernsthaftere Begründung schob der Klub auch noch hinterher, schließlich sind die Nummern seit August fest vergeben und bei der Liga so gemeldet. Die Suche nach einem entsprechenden Paragraphen, diese Nummer während der Saison zu ändern, sei zu aufwendig.

Nach der jetzigen Geschichte ruhen Mambos Hoffnungen allerdings auf seinem Trainer Daryl McMahon: "Vielleicht nimmt er die Sache jetzt etwas ernster und tauscht die Nummern in der nächsten Saison."