Mamas & Papas: Wirklich lecker, dieser Rosé. Läuft

Hajo Schumacher mit den Söhnen Paul und Felix (klein) Foto Massimo Rodari

Wir sind eine gesellige Familie. Wann immer uns eine Einladung mit Aussicht auf kühle Getränke und Gegrilltes erreicht, sagen wir gern zu, aber dummerweise immer nur einer von uns. Wird die Chefin von ihrem Damenzirkel eingeladen, langweile ich mich. Bittet einer meiner Kumpels zum Barbecue, tippt Mona nach spätestens einer halben Stunde unauffällig auf ihre Armbanduhr, was meine Partylaune nicht fördert. Unsere Jungs wiederum feilen seit Jahren an Ausreden, um derlei Events zu entkommen. Früher, als alles besser war, verliefen Sommerwochenenden nach zuverlässigem Drehbuch.

Sonnabends wurde vom Auto bis zum Kind alles gereinigt, sonntags gnadenlos besucht. Die Männer in Kurzarmhemden und beigen Freizeithosen tranken erst Bier, dann Schnaps und redeten über Politik oder Finanzen. Die Frauen in Blumenkleidern tranken erst Kaffee, dann Eierlikör oder Eckes Edelkirsch und redeten über die Männer.

"Es gibt eine Playstation", wisperte ich Hans zu

Die Kinder stopften sich bis zum Zuckerschock mit Kuchen und Schokolade voll, verwüsteten fremde Kinderzimmer, guckten "Lassie" und heulten, wenn Fanta alle war, was das Zeichen zum Aufbruch bedeutete. Auf der Heimfahrt wurde auf den Vordersitzen gestritten und auf der Rückbank gebrochen. Alles hatte seine Ordnung.

Neulich wollte ich diese schöne Tradition wieder aufleben lassen. Ein wichtiger Mensch hatte zum Grillen geladen, ausdrücklich "mit Familie". Als Freiberufler muss man seine wenigen Topkontakte pflegen. Als Familienvater hat man das...

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