Mamas und Papas: "Da hinten wird's heller" - Unser Ferienerlebnis im Harz

Wandern im Harz kann schön sein - wenn die Sonne scheint, so wie auf diesem Bild

Wir sind eine belastbare Familie, gerade in den Ferien. Wir haben Radtouren durch Mainfranken überlebt, Langstreckenwandern in den eisigen Höhen Tirols, sogar eine Jürgen-Teller-Ausstellung in Berlin. Aber was uns die Chefin diesen Sommer zugemutet hat, war ein Fall für Amnesty. Fairerweise halten wir fest, dass es nicht am Urlaubsziel lag. Der Harz ist der Martin Schulz unter den Mittelgebirgen, attraktionsarm und eternithaltig, vor allem für Historiker interessant, ansonsten vorwiegend unspektakulär. Aber nicht böse.

Seit sich die Chefin auf das spannende Feld der Naturtherapie konzen­triert, dürfen wir viel Zeit an der frischen Luft verbringen: Wlan-Detox, Reize reduzieren, auf Wesentliches konzentrieren, Natur entdecken, mal wieder reden. Zeltferien waren früher was Tolles, mit zunehmendem Alter meutert aber mein Rücken. Die gute Nachricht: Wir würden nicht im Zelt schlafen, so die Chefin. Puuh! Aber trotzdem draußen, ergänzte sie. Ich suchte im Internet nach Wolfsspray und Signalpistolen. Gut genährte Großstädter gelten in der Wildnis als beliebtes Lebendfutter.

Karl der Große schützte Klausuren vor, der kleine Hans und ich versuchten tapfer, Hexennächte unter dem Brocken für viel toller zu halten als Malle oder Malediven. Immerhin: Wir würden CO2-arm urlauben und unsere Ersparnisse in der Region verpulvern – vorbildlicher waren Ferien kaum zu gestalten.

Wanderarbeiter - oder doch bekloppte Großstädter

Wir starteten bei angenehmen Frühlingstemperaturen und genossen die kurze...

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