Malheur des Tages: Marc Bartra und Roman Bürki (Borussia Dortmund)

SID
Malheur des Tages: Marc Bartra und Roman Bürki (Borussia Dortmund)

Julian Weigl brachte es auf den Punkt. "Das sieht einfach scheiße aus, das muss man so sagen", meinte der Nationalspieler nach dem enttäuschenden 1:2 (1:1) von Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart. Weigl hätte die Szene vor dem frühen ersten Gegentor nicht treffender beschreiben können. Wie Marc Bartra und Torhüter Roman Bürki sich gegenseitig ausmanövrierten, das gehört in jeden Bundesliga-Jahresrückblick.
Bartra hatte den Ball vor Stuttgarts Chadrac Akolo abgeschirmt, es bestand in dieser 5. Minute nicht der Hauch eines Risikos. Bürki näherte sich seinem BVB-Teamkollegen, der ihm dann plötzlich, unvermittelt und unkontrollierbar einen Rückpass vor die Füße spielte. Der Ball prallte vom Schweizer ab, Akolo nahm ihn dankbar auf und spazierte ins verwaiste Tor.
"Das war eine Slapstick-Einlage, bei der keine große Gefahr bestand", befand Weigl. Trainer Peter Bosz bezeichnete die Entstehung des Treffers als "fast lächerlich". Aber das Tor stand sinnbildlich für das derzeit wacklige Nervenkostüm des BVB, der sich aufs Neue mit unzureichendem Defensivspiel um Punkte brachte. Da half es auch nicht, dass die Dortmunder nach dem Rückstand "eine gute Mentalität" zeigten, wie Bosz die Leistung vor der Pause einschätzte. Das kuriose Malheur blieb schließlich nicht der einzige Patzer.