Das eine Mal, als Deutsche und Amerikaner im Zweiten Weltkrieg zusammen kämpften

Business Insider Deutschland
Das Schloss Itter in Österreich im Jahr 1979

Es gab eine einzige Schlacht im Zweiten Weltkrieg, in der Amerikaner und Deutsche zusammen gekämpft haben. Der Krieg in Deutschland war fast zu Ende, doch drei Tage zuvor, am 5. Mai 1945, kämpften Amerikaner und Wehrmachtssoldaten Seite an Seite in Österreich. Die Geschehnisse dokumentierte Stephen Harding in seinem Buch „The Last Battle“.

Die Vorgeschichte ist sonderbar, schreibt die Militär-Nachrichtenseite „We Are The Mighty“. Im Jahr 1943 hatten die Nazis das österreichische Schloss Itter in ein Gefängnis umgewandelt. Dort hinein kamen nur besonders wertvolle Gefangene — Politiker wie etwa französische Premierminister, Generäle, Sportstars. 

Als der Krieg beinahe zu Ende war — Hitler hatte sich fünf Tage zuvor selbst ermordet — verließen der Kommandant des Gefängnisses und die Wachen ihre Posten. Die Gefangenen wären nun frei gewesen, doch die Waffen-SS wollte das Schloss zurückerobern und alle Insassen hinrichten.

Unterstützung erhielten die Gefangenen von einer historisch wohl einmaligen Allianz: Abtrünnige Wehrmachts-Soldaten verbündeten sich mit Soldaten der US-Armee, um das Schloss in der Nacht am frühen Morgen des 5. Mai 1945 gegen Kämpfer der Waffen-SS-Einheit zu verteidigen. Hilfe erhielten sie zudem von österreichischen Widerstandskämpfern. Drei Tage später endete der Zweite Weltkrieg in Europa.

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