Mailand widmet Corona-Helfern Kunstwerk an Krankenhausfassade

Der Mailänder Künstler Lapo Fatai vor seinem Wandbild

Die italienische Stadt Mailand hat den während der Corona-Krise im Ausnahmezustand arbeitenden medizinischen Fachkräften ein Kunstwerk an einer Krankenhausfassade gewidmet. Die Wandmalerei mit dem Namen "Um nicht zu vergessen" zeigt eine lächelnde Krankenschwester in medizinischer Schutzkleidung, die gerade ihre Atemschutzmaske von ihrem Mund abnimmt und einen Daumen in die Höhe reckt. Neben dem Bild steht das Wort "Danke!".

"Die Krankenschwester lächelt trotz der Spuren, die das Tragen der Maske auf ihrem Gesicht hinterlassen hat. Es ist ein Symbol der Hoffnung und des Optimismus gegen alle Widerstände", sagte der Künstler Lapo Fatai der Nachrichtenagentur AFP, der acht Tage an seinem Werk arbeitete und dafür keine Gage verlangte. Sein Kunstwerk ist an der Fassade des Mailänder Krankenhauses San Luca Auxologico zu sehen.

In Italien starben bislang 28.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Mailand ist die Hauptstadt der Lombardei, die mit rund 14.000 Todesopfern die bei Weitem am stärksten betroffene Region des Landes ist. Das Gesundheitssystem brach dort im März teilweise zusammen, es gab dramatische Zustände in Krankenhäusern und Leichenhallen.