Mailand: Caravaggio beim Malen über die Schulter schauen

Rund 20 Werke des italienischen Meisters Michelangelo Merisi, besser bekannt als Caravaggio, werden in einer neuen Ausstellung in Mailand gezeigt. Eine besondere Röntgentechnik erlaubt es dem Betrachter, die einzelnen Arbeitsschritte des Künstlers zu sehen.

Rossella Vodret, die Kuratorin der Ausstellung, erklärt, was das Besondere ist:

“Caravaggio war ein Maler, der keine Skizzen anfertigte. Er hat direkt auf die Leinwand gemalt und wenn er sah, dass eine bestimmte Zusammensetzung nicht passte, änderte er sie sofort und ohne Nachzudenken. Er malte eine Schicht dunklere Farbe darüber, damit die Änderungen verschwanden.”

In dem Gemälde die “Heilige Familie mit dem kleinen Johannes dem Täufer” hat der Künstler den Körper der Jungfrau Maria immer wieder retouchiert. Die Finger der Gottesmutter malte der Künstler erst nach der Fertigstellung des Kindes.

Mithilfe der neuen Technik ist es fast, als ob man Caravaggio beim Malen über die Schulter schauen würde.