Magnussen: Warum er sich für das Zweitages-Format ausspricht

Norman Fischer
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Muss die Formel 1 für mehr Rennen im Kalender ein paar Tage am Wochenende opfern und etwa den Freitag streichen? Am Nürburgring und in Imola gab es in diesem Jahr keinen Trainingsfreitag, sodass den Formel-1-Piloten nur eine Session am Samstag vor dem Qualifying blieb. Aus Sicht der Fahrer könnte sich das Kevin Magnussen öfter vorstellen: "Das hat wirklich Spaß gemacht", sagt er.

Denn für den Haas-Piloten bedeutet das noch mehr Druck auf dem einzigen Freien Training. "Das macht die ganze Sache aufregender und interessanter. Ich hätte es so lieber." Denn das verkürzte Format würde Fahrern auch die Möglichkeit geben, den Unterschied zu machen, wenn man es gleich von Anfang an richtig hinbekommt.

"Aber: Wenn man Probleme bekommt, dann werden auch die Probleme größer", weiß der Däne, der das aber in Kauf nimmt. "Es würde das ganze Wochenende einfach interessant machen", sagt er.

Aktuell gibt es insgesamt vier Stunden Trainingszeit - zu viel für einige. Und von Freitag auf Samstag analysieren die Teams, was das Zeug hält, und stellen die Autos perfekt ein. Ein Vorteil für die großen Teams? Das sieht Magnussen nicht so. Denn: Die großen Teams haben ohnehin bessere Möglichkeiten, sich auf die Strecke vorzubereiten.

"Sie haben bessere Simulationen, bessere Hilfsmittel", sagt er. Das würde ihnen zwar bei einem verkürzten Format entgegenkommen, dennoch glaubt Magnussen, dass der Fahrer am Ende noch einen größeren Unterschied machen könnte. "Und wenn man es früh hinbekommt und wenn man sich gut anpassen kann, dann könnte es dir einen Vorteil geben", so der Haas-Pilot.

Am Ende ist das Argument, dass es den Topteams helfen könnte, ohnehin keines: "Die großen Teams könnten profitieren, aber die großen Teams profitieren in jeder Situation eher als die kleinen Teams", winkt er ab.

"Es gibt auf jeden Fall eine Menge Vor- und Nachteile. Für mich als Fahrer ist es aber interessant."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.