Magazin retuschiert die Haare von Lupita Nyong'o auf dem Cover

Hier mit ihrem natürlichen Haar zu sehen: Schauspielerin Lupita Nyong’o (Bild: Richard Shotwell/Invision/AP Photo)

Lupita Nyong’o und viele User empören sich über das Magazin „Grazia UK“: Per Photoshop wurden die Haare der Schauspielerin auf der Titelseite stark verändert. Und die „Grazia“ ist da keine Ausnahme.

Es ist schon wieder passiert. Nachdem kürzlich das Magazin „The Evening Standard“ das Flechtkunstwerk von Sängerin Solange Knowles aus einem Bild retuschierte, wurden jetzt die Haare von Lupita Nyong’o per Photoshop verändert – oder vielmehr fast komplett entfernt. Bei dem Shooting für die „Grazia UK“ trug die kenianisch-mexikanische Schauspielerin ihr natürlich krauses Haar ursprünglich zu einem Zopf. Auf dem Cover der Novemberausgabe ist aber keine einzige Locke mehr zu sehen.

Die Oscar-Preisträgerin bezieht auf ihren Social Media-Kanälen klar Position. Auf Instagram schreibt sie: „Ich bin enttäuscht, dass @graziauk mich dazu eingeladen hat, auf ihrem Cover zu sein, um dann meine Haare wegzuretuschieren und zu glätten, damit sie zu ihrer Vorstellung davon passen, wie schönes Haar auszusehen hat. Wäre ich gefragt worden, hätte ich klargestellt, dass ich ein Negieren meiner Herkunft nicht unterstützen oder in Kauf nehmen kann. Meine Intention dahinter wäre gewesen, dass sie anerkennen, dass es noch ein langer Weg ist, um die unbewussten Vorurteile gegenüber dem Hautton, des Haar-Stils und der Haar-Textur von schwarzen Frauen zu bekämpfen.“

Dazu setzte sie den Hashtag „#dtmh“, der für „Don’t touch my hair“ steht und von Solange eingeführt wurde, nachdem ihre Haare ebenfalls retuschiert worden waren.

Die „Grazia UK“ hat sich auf Anfragen von „Mashable“ zu dem Vorgang noch nicht geäußert. Das Internet zeigt sich währenddessen ebenfalls schockiert über das Verhalten des Magazins. Auf Twitter schreibt eine Nutzerin: „Ein weiteres Magazin hat die Haare einer weiteren schwarzen Frau bearbeitet, um sie ihrer Vorstellung von Schönheit anzupassen.“ Eine andere kommentiert: „Machen die so etwas immer noch in 2017? Leben diese Redakteure unter einem Stein?“

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