Maduro-Verbündeter: Angriff von "Terroristen" im Norden Venezuelas

Im Norden Venezuelas ist am Sonntagmorgen nach Angaben eines Getreuen von Staatschef Nicolás Maduro ein Militärstützpunkt angegriffen worden. "Terroristen" hätten den Stützpunkt in der Stadt Valencia attackiert, teilte der Vizechef der Sozialisten, Diosdado Cabello, im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Mehrere Angreifer seien festgenommen worden, die Situation sei wieder unter Kontrolle. Nähere Angaben zu dem Angriff machte der Politiker und Verbündete von Staatschef Maduro zunächst nicht.

Verteidigungsminister Wladimir Padrino twitterte: "Sie konnten nichts ausrichten gegen die FANB" (Streitkräfte). Auch Padrino sprach von "Terrorangriffen".

In Medienberichten und Beiträgen in sozialen Netzwerken im Internet war hingegen von einem möglichen Aufstand von Soldaten des Stützpunkts gegen die Regierung von Maduro die Rede. Eine offizielle Bestätigung für die Berichte gab es jedoch zunächst nicht.

In einem online gestellten Video war ein Mann zu sehen, der sich selbst als Kommandeur bezeichnete und umringt von rund 15 militärisch gekleideten und teils bewaffneten Männern eine "rechtmäßige Rebellion" ausrief. Er forderte die "sofortige Bildung einer Übergangsregierung und freie Wahlen".

Venezuela wird seit Monaten von politischen Unruhen und einem erbitterten Machtkampf zwischen Regierungslager und Opposition erschüttert; der linksnationalistische Staatschef Maduro kann dabei weitgehend auf die Unterstützung des Militärs zählen. Durch die Wahl und Einsetzung einer verfassunggebenden Versammlung hat der das von der Opposition dominierte Parlament ausgebootet.