Macron zu Gast bei Trump: Staatsbesuch mit schwierigen Fragen

Der französische Präsident Emmanuel Macron und Ehefrau Brigitte sind am Montag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Macron ist der erste Gast in der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump, dem es diese Ehre zuteil wird. 

Neben einem Staatsbankett stehen wichtige Gespräche auf dem Programm: unter anderem über den Syrien-Konflikt und den Atomdeal mit dem Iran. Macron hatte die USA bereits im Vorfeld dazu aufgerufen, nicht aus dem Abkommen auszusteigen. Es gebe keinen besseren Deal und auch keinen Plan B , so Macron in einem Interview mit dem US-Sender Fox News.

Donald Trump hatte zuletzt betont, er wolle entweder einen kompletten Ausstieg oder die Überarbeitung des Abkommens im Rahmen von Neu- und Nachverhandlungen. Der 12. Mai gilt als mögliche Frist für die Wiedereinführung von US-Sanktionen gegen den Iran - dies könnte das Ende des Atomdeals bedeuten.

Auch Handelsfragen dürften im Zentrum der Gespräche stehen, insbesondere die von den USA verabschiedeten US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium, von denen die EU-Staaten noch bis zum 1. Mai ausgenommen sind. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zu diesen Fragen im Weißen Haus erwartet - allerdings nur zu einem eintägigen Arbeitsbesuch am Freitag, ganz ohne Pomp.

Das Atomabkommen mit dem Iran wurde 2015 von den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgehandelt. Der Iran verpflichtet sich darin, für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zu beschränken, um keine Atomwaffe bauen zu können. Im Gegenzug wurden die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben und eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen in Aussicht gestellt.