Macron verteidigt Einladung von Trump zu französischem Nationalfeiertag

Macron an der Seite von Merkel in Berlin

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die Einladung von US-Präsident Donald Trump zu den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag verteidigt. Zwar gebe es bei einigen Themen wie Klima und Handel Uneinigkeiten mit den USA, sagte Macron am Donnerstag in Berlin. Der "intensive Dialog" mit den USA müsse aber fortgesetzt werden: "Wir teilen viel mit den Vereinigten Staaten."

Das gelte unter anderem für die Terrorismusbekämpfung und die Sicherheitspolitik, sagte Macron beim Vorbereitungstreffen der europäischen G20-Länder in Berlin. Trumps Einladung nach Paris sei auch eine Möglichkeit, die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu festigen.

Macron hat Trump zur Militärparade anlässlich des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli in Paris eingeladen. Am Mittwoch sagte der US-Präsident seine Teilnahme zu. Bei der Militärparade wird auch des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren gedacht. US-Soldaten werden deswegen an der Seite französischer Soldaten über den Prachtboulevard Champs-Elysées marschieren.

Die Einladung hat in Frankreich angesichts der umstrittenen Persönlichkeit und Politik Trumps aber für Kritik gesorgt. So sagte der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon, Trump sei in Frankreich "nicht willkommen".