Macron schnuppert in Südamerika Marijuana-Schwaden

Bei einem Besuch in Südamerika hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Vertrautheit mit dem Geruch von Marijuana unter Beweis gestellt

Bei einem Besuch in Südamerika hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Vertrautheit mit dem Geruch von Marijuana unter Beweis gestellt. Macron besuchte am Freitagabend (Ortszeit) ein Problemviertel der Stadt Cayenne in Französisch-Guayana, als Marijuana-Schwaden durch die Luft zogen und die Nase des Präsidenten erreichten. "So, einige von euch rauchen hier nicht nur Zigaretten, stimmt's?", sagte Macron. "Ich habe immer noch einen Riecher."

Die Kiffer kamen mit einem sanften Tadel des Präsidenten davon: "Das wird euch nicht bei den Schulaufgaben helfen", sagte er. Die Anwohner des verarmten Viertels in dem französischen Überseeterritorium nahmen Macrons Äußerungen mit Gelächter auf, viele posierten für Selfie-Fotos mit ihm.

Am Vortag hatte er noch viele Einheimische verärgert, als er Forderungen nach mehr Unterstützung aus Paris für Französisch-Guayana in die Schranken wies. "Ich bin nicht der Weihnachtsmann, und die Bewohner Guayanas sind keine Kinder", hatte Macron gesagt.

In dem Überseegebiet mit rund 250.000 Einwohnern sind mehr als 40 Prozent der Menschen unter 25 Jahre arbeitslos. Aktivisten beklagen, 30 Prozent der Bevölkerung hätten keinen Zugang zu Trinkwasser oder zu Elektrizität.