Macron richtet Milliarden-Fonds für kleine und mittlere Betriebe in Afrika ein

Macron in Burkian Faso

Frankreich will mit einem milliardenschweren Fonds kleine und mittlere Unternehmen in Afrika fördern. Die Einrichtung des Fonds gab der französische Präsident Emmanuel Macron am Dienstag bei einem Besuch im westafrikanischen Burkina Faso bekannt. Er rief die europäischen Partner und private Geldgeber zu Finanzzusagen auf, um das Volumen des Fonds von zunächst einer Millliarde Euro zu verzehnfachen. Dies sei "absolut machbar", sagte Macron in Ouagadougou.

Der Präsident wies darauf hin, dass das Wohlergehen Afrikas und Europas zuammenhänge. "Wenn Afrika scheitert, verlieren wir alle, weil Europa von einer Migrationswelle überrollt würde", sagte Macron. Die Gelder des Fonds sollen Unternehmen in Bereichen wie Landwirtschaft und Digitaltechnik zugute kommen.

Burkina Faso war die erste Station von Macrons Afrika-Reise. Am Mittwoch nimmt er in der Elfenbeinküste am EU-Afrika-Gipfel teil. Themen des Treffens unter dem Motto "In die Jugend investieren - für eine nachhaltige Zukunft" sind die Stärkung der afrikanischen Wirtschaft, die Flüchtlingskrise und der Kampf gegen den Terrorismus.

Bei dem Gipfel werden mehr als 5000 Teilnehmer aus 55 afrikanischen und 28 europäischen Staaten erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reiste schon am Dienstag an und wird im Vorfeld des Gipfels mehrere bilaterale Gespräche mit afrikanischen Vertretern führen.