Macron lädt libanesischen Regierungschef Hariri nach Frankreich ein

Libanons Ministerpräsident Saad Hariri hat die Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron angenommen, nach Frankreich zu kommen. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sagte, Hariri werde selbst über den Zeitpunkt entscheiden

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den libanesischen Regierungschef Saad Hariri "für einige Tage mit seiner Familie" nach Frankreich eingeladen. Das sagte Macron einer Gruppe von Journalisten am Mittwochabend am Rande des UN-Klimagipfels in Bonn. Es gehe dabei "ganz und gar nicht" um ein Exil in Frankreich, fügte Macron hinzu.

Der Elysée-Palast hatte zuvor mitgeteilt, dass Hariri "in den kommenden Tagen" in Frankreich eintreffen werde. Hariri, der sich in Saudi-Arabien aufhält, hatte von dort aus am 4. November überraschend seinen Rücktritt erklärt. Der libanesische Präsident Michel Aoun warf dem Königreich am Mittwoch vor, Hariri als "Häftling" festzuhalten. Er werde den Rücktritt nicht annehmen, solange Hariri nicht in den Libanon zurückkehre.

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian traf unterdessen zu einem Besuch in Riad ein. Er kam dort mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zusammen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Für Donnerstag war eine Begegnung von Le Drian mit Hariri vorgesehen.