Macron besucht von "Irma" verwüstete Karibikinsel

Macron bei einem Sondertreffen in Paris

Der französische Präsident Emmanuel Macron besucht am Dienstag die vom Hurrikan "Irma" verwüstete Karibikinsel Saint-Martin. Der Staatschef werde in dem französischen Überseegebiet Gespräche mit Anwohnern und gewählten Vertretern führen, teilte Innenminister Gérard Collomb am Sonntagabend nach einer Sondersitzung im Elysée-Palast mit.

Frankreich hat rund 1500 Soldaten und Einsatzkräfte nach Saint-Martin entsandt, ihre Zahl soll auf 2000 erhöht werden. Durch den Sturm kamen dort mindestens 14 Menschen ums Leben - zehn davon im französischen Teil der Insel, vier weitere im niederländischen Teil. Der Schaden wird auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt.

Die ebenfalls von "Irma" verwüsteten britischen Jungferninseln riefen die Regierung in London auf, langfristige Hilfe bereitzustellen. Um zur Normalität zurückkehren zu können benötige die Inselgruppe "ein umfassendes Hilfspaket über lange Zeit", sagte Premierminister Orlando Smith.

Die britische Regierung hat rund 500 Soldaten in das Katastrophengebiet entsandt, am Sonntag sollten zudem drei Flugzeuge mit Hilfsgütern starten. Auf den britischen Jungferninseln wurden fünf Tote durch den Sturm gezählt.