Was macht eine Low-Risk-Aktie eigentlich risikolos?

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Immer mal wieder liest man von einer sogenannten Low-Risk-Aktie. Wer des Englischen mächtig ist, der weiß natürlich ziemlich schnell, dass es sich hierbei um Anteilsscheine handelt, die über ein vergleichsweise geringes Risiko verfügen sollen. Wir alle kennen vermutlich solche Chancen, deren Risiko wir eher als klein einschätzen.

Aber was macht eine Low-Risk-Aktie eigentlich zu einer solchen? Eine wirklich interessante Frage. Ich persönlich sehe jedenfalls zwei Faktoren, die man als Foolisher Investor dabei im Auge behalten sollte. Genau diese beiden könnten das Risiko etwas besser einordnen.

Low-Risk-Aktie: Defensives, zeitloses Geschäftsmodell

Zunächst einmal sollten wir definieren, dass wir eine Low-Risk-Aktie aus einem unternehmensorientierten und langfristigen Ansatz heraus betrachten. Das sollte eigentlich klar sein, oder? Immerhin investieren die meisten von uns in diesem Sinne überaus Foolish.

Wenn wir bei diesen Prinzipien bleiben, so ist eine Low-Risk-Aktie für mich eine Chance, die über ein defensives und zugleich zeitloses Geschäftsmodell verfügt. Grundsätzlich könnten beispielsweise Immobilien, Pharmazie, Lebensmittel, Getränke und andere Alltagsdinge sein. Sprich Dinge, die wir jeden Tag benötigen und die aus unserer Konsumwelt niemals wegzudenken sind. Folgt eine Aktie dieser Ausrichtung, so ist das Risiko eher gering.

Trotzdem ist nicht jede Lebensmittel- oder Immobilienaktie automatisch eine Low-Risk-Aktie. Neben der grundsätzlich defensiven und zeitlosen Ausrichtung gehören auch andere Faktoren dazu. Für mich beispielsweise eine starke Wettbewerbsposition. Im Lebensmittelbereich hieße das, dass die Marke fast jeder kennt und schätzt. Sowie, dass sie über Jahre und Jahrzehnte beliebt ist und für bekannte Produkte steht. Mit solchen Chancen lässt sich konservativ ein Vermögen aufbauen. Ein wichtiger Faktor. Aber es gibt auch noch einen zweiten.

Die Bewertung als Sicherheitsfaktor

Eine Low-Risk-Aktie ist für mich nämlich erst dann mit einem geringen Risiko behaftet, wenn auch die fundamentale Bewertung stimmt. Warren Buffett hat einmal sinngemäß gesagt, dass man für gewöhnlich für ein kleines Maß an Sicherheit einen hohen Preis bezahlen müsse. Aus einem hohen Preis wiederum kann Bewertungsrisiko folgen.

Entsprechend sollte eine Aktie, bei der das Risiko gering ist, zumindest fair, idealerweise moderat bewertet sein. Das wiederum könnte eine Sicherheitsmarge implizieren, die vor einer Korrektur oder einem Crash schützt. Ist das nicht der Fall, könnte ein Abwärtsrisiko trotzdem vorhanden sein. Für einige Investoren womöglich nicht der Inbegriff einer Low-Risk-Aktie.

Achte daher neben der unternehmensorientierten, defensiven Qualität idealerweise auch auf die fundamentale Bewertung. Auch hier zeigt sich, wie wenig Risiko im Endeffekt vorhanden ist.

Der Artikel Was macht eine Low-Risk-Aktie eigentlich risikolos? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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