Wie macht die Etsy-Aktie eigentlich ihre inzwischen milliardenschweren Umsätze?

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Die Etsy-Aktie (WKN: A14P98) weist inzwischen milliardenschwere Umsätze auf. Alleine im dritten Quartal lagen die Erlöse bei 528 Mio. US-Dollar. Auf annualisierter Basis erkennen wir mit über 2 Mrd. US-Dollar, wir groß dieser E-Commerce-Akteur inzwischen ist.

Auch das Gross Merchandise Volume mit 12 Mrd. US-Dollar auf annualisierter Basis zeigt das ziemlich deutlich. Woher dieser Wert bei der Etsy-Aktie kommt, ist jedoch eigentlich ziemlich klar.

Blicken wir daher heute darauf, wie dieser E-Commerce-Akteur eigentlich seinen Umsatz generiert. Für Foolishe Investoren ist das Verstehen dieser elementaren Basis grundsätzlich sehr entscheidend.

Etsy-Aktie: Daher kommt der Umsatz!

Was Investoren zur Etsy-Aktie unbedingt wissen müssen, ist: Es gibt keine eigenen Produkte, Logistik und dergleichen. Wobei das zugegebenermaßen wirklich die komplette Basis ist. Das Management stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der Dritthändler ihre Waren feilbieten können. Genau hier, bei den Händlern, setzt die Umsatzstruktur an. Die Käufer hingegen operieren kostenlos auf der Plattform.

Dabei gibt es verschiedene Gebühren, die Etsy den Verkäufern abverlangt. Zunächst einmal kostet das Einstellen von Artikeln 0,20 US-Dollar beziehungsweise 0,18 Euro. Für vier Monate ist die Ware auf der Plattform erhältlich oder so lange, bis sie verkauft ist. Alleine das Listen über den Handelsplatz bringt daher Umsatz. Aber natürlich auch der Verkauf.

Das Management der Etsy-Aktie erhebt bei einem Verkauf eine Gebühr in Höhe von 5 % sowie weitere 4 % für die Zahlungsverarbeitung und weitere 30 Cent als Bearbeitungsgebühr für die Zahlung. Im Endeffekt können wir daher sagen: Das Unternehmen verdient zum einen bis zu 9 % variabel vom Warenwert mit. Aber eben auch fix für das Einstellen und die Zahlungsbearbeitung. Ein ziemlich interessantes Gebührenmodell.

Allerdings ist das nicht alles. Es besteht außerdem die Möglichkeit für die Käufer, die Reichweite auszubauen. So gibt es beispielsweise eine weitere 15%ige Gebühr für Offsite-Werbung. Wenn über eine solche Werbung etwas verkauft wird, fallen diese 15 % ebenfalls an. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Plus-Verkäufer zu sein, wofür hierzulande 8,80 Euro pro Monat anfallen. Für dieses Verkäufer-Paket erhält man weitere Services, neben dem Offsite-Werbeguthaben.

Verstehe, woher der Erfolg kommt

Bei der Etsy-Aktie gibt es daher viele Umsatzquellen. Wichtig ist, sie auch entsprechend einzuordnen. Beispielsweise auch zu erkennen, woher die Service-Umsätze kommen als weitere Mehrwertleistungen wie eben das Advertising. Wer die operativen Grundlagen besser kennt, der kann auch Chancen und Risiken besser einschätzen.

Das Management der Etsy-Aktie hat jedenfalls aufgrund des großen Ökosystems und eher kleinerer Beträge für das Listen oder prozentuale Anteile am Verkaufswert ein Milliarden-Unternehmen aufgebaut. Wirklich beeindruckend, diese Erfolgsgeschichte. Aber sie ist ganz offensichtlich noch lange nicht zu Ende, zumindest nicht unternehmensorientiert und mit Blick auf die letzten Wachstumsraten.

Der Artikel Wie macht die Etsy-Aktie eigentlich ihre inzwischen milliardenschweren Umsätze? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Etsy. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Etsy.

Motley Fool Deutschland 2022

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