Das macht der BVB mit den Sancho-Millionen

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Das macht der BVB mit den Sancho-Millionen
Das macht der BVB mit den Sancho-Millionen

Der Kaugummi-Transfer schlechthin der vergangenen Jahre befindet sich endlich auf der Zielgeraden!

Jadon Sancho könnte noch während der EM zu Wunschklub Manchester United wechseln und Borussia Dortmund satte 90 Millionen Euro in die Vereinskasse spülen.

Die Red Devils haben sich, wie SPORT1 berichtet hat, in den vergangenen Tagen entscheidend an die Forderungen des BVB angenähert. Die finanzielle Lücke liegt mittlerweile nicht mehr im zweistelligen Bereich. Alle in den Deal involvierten Parteien gehen davon aus, dass der Wechsel zeitnah über die Bühne gehen wird.

90 Millionen Euro – viel Geld, das der BVB vor allem in Corona-Zeiten gut gebrauchen kann. Aber was machen die Dortmunder mit den Sancho-Millionen?

Ersetzt Oranje-Star Malen Sancho?

Klar ist: Die Kohle wird nicht eins zu eins in neue Spieler reinvestiert. Der Pokalsieger teilte vor einigen Wochen via Ad-hoc-Meldung mit, dass er für das laufende Geschäftsjahr, das noch bis zum 30. Juni geht, corona-bedingt mit einem Verlust von 75 Millionen Euro rechnet. Mehr als die Hälfte der Sancho-Millionen soll daher genutzt werden, um Corona-Löcher zu stopfen.

Geld wird vor allem für die Verpflichtung eines adäquaten Sancho-Nachfolgers freigemacht. Nach SPORT1-Informationen hat die Verpflichtung eines torgefährlichen Flügelspielers oberste Priorität. Holland-Rakete Donyell Malen ist der Top-Favorit.

Rund 30 Millionen Euro fordert die PSV Eindhoven für den 22 Jahre alten Flügelspieler, der von Mino Raiola beraten wird. Der Star-Agent vertritt unter anderem auch die Interessen von Erling Haaland. Mit dem Italo-Holländer sind die BVB-Bosse ohnehin regelmäßig im Austausch. Gespräche gab es zuletzt auch wegen Malen.

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Auch Liverpool soll an Malen dran sein

Für den gestern Abend ausgeschiedenen EM-Fahrer haben die Dortmunder intern eine Schmerzgrenze festgelegt. Diese liegt nach SPORT1-Informationen bei etwas mehr als 25 Millionen Euro liegen. Malen, an dem englischen Medienberichten zufolge auch der FC Liverpool dran sein soll, machte in der abgelaufenen Saison in 45 Pflichtspielen für Eindhoven 27 Tore und gab zehn Assists.

Allerdings steht nicht nur Malen auf der BVB-Liste: Die Dortmund-Bosse um Manager Michael Zorc, dessen designierten Nachfolger Sebastian Kehl und Chefscout Markus Pilawa schauen sich seit Monaten intensiv nach potenziellen Sancho-Nachfolgern um und haben weitere Akteure auf dem Zettel.

Ausschau halten die BVB-Verantwortlichen auch nach einem weiteren Flügelspieler für die rechte Seite. Es wird vorzugsweise nach einem Linksfuß gesucht. Noni Madueke gilt dabei als ein Kandidat. Der 19 Jahre alte Engländer erzielte auf Rechtsaußen für PSV Eindhoven in 32 Spielen neun Tore und acht Vorlagen.

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BVB will sich in der Innenverteidigung breiter aufstellen

Nach einem jungen Innenverteidiger von Top-Format wird ebenfalls gesucht. Mit Mats Hummels, Manuel Akanji und Emre Can, der diese Position ebenfalls bekleiden kann, fühlen sich die Dortmunder zwar gut aufgestellt, in der Breite sind sie aber noch nicht vollends zufrieden.

Dan-Axel Zagadou hat nach seiner Knie-Operation noch Trainingsrückstand und der erst 17 Jahre alte Frankreich-Neuzugang Soumaila Coulibaly (kam von PSG) soll behutsam an das Profi-Geschäft herangeführt werden.

Weitere Abgänge möglich

Vieles hängt auch davon ab, welche Spieler der BVB noch abgeben wird. Am 1. Juli trommelt Neu-Coach Marco Rose die Mannschaft zum Trainingsstart zusammen. Bis dahin und freilich auch darüber hinaus wird Bewegung in den Abgabemarkt kommen. (Die Sommerfahrpläne der Bundesligisten)

Leonardo Balerdi wird zu Olympique Marseille wechseln. Die Leihspieler Marius Wolf (zuletzt Köln), Sergio Gomez (zuletzt Huesca) und Immanuel Pherai (zuletzt Zwolle) sowie der degradierte Keeper Roman Bürki sollen den Verein verlassen.

Auch die Stars Thomas Delaney (liebäugelt mit einem Wechsel in die Premier League), Nico Schulz, Julian Brandt und Mahmoud Dahoud, der in sein letztes Vertragsjahr geht, könnten bei entsprechenden Angeboten gehen. Mit letzterem will sich der BVB zeitnah zu Gesprächen treffen und die gemeinsame Zukunft ausloten. Bei Dahoud ist auch eine Vertragsverlängerung denkbar.

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