"Was machst du da?" Rummenigge erzählt liebste Hoeneß-Story

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"Was machst du da?" Rummenigge erzählt liebste Hoeneß-Story
"Was machst du da?" Rummenigge erzählt liebste Hoeneß-Story

Sie waren nicht immer einer Meinung, prägten den FC Bayern aber über viele Jahrzehnte gemeinsam - erst als Spieler, dann als Funktionäre.

Nicht nur deshalb zollt Karl-Heinz Rummenigge seinem Freund Uli Hoeneß anlässlich dessen 70. Geburtstags Tribut. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Als ich als 18-Jähriger zum FC Bayern kam, ehrfurchtsvoll angesichts der großen Namen, wurde er rasch mein Zimmergenosse und Doppelbett-Partner. Er hat mich immer gefördert und gefordert, erst als Mitspieler, dann als Manager und schließlich in unserer gemeinsamen Verantwortung für den Verein“, sagt Rummenigge über Hoeneß.

Seine liebste Hoeneß-Anekdote? „Ich erinnere mich noch gut, als ich am Freitag vor unserem zweiten Spiel aufs Zimmer kam und er saß auf dem Bett mit einem riesigen Stapel Bücher, im Fernseher lief ‚Der Kommissar‘. ‚Was machst Du denn da?‘, fragte ich erstaunt. Er erklärte mir, dass er ein sehr erfolgreiches Buch zur Weltmeisterschaft herausgegeben hatte, das jetzt in die zweite Auflage gehe und er jedes Exemplar signieren würde.“

Rummenigge erzählt Hoeneß-Anekdote

Er habe Hoeneß daraufhin gefragt,, ob ihn das Signieren der Bücher nicht nerve. „Überhaupt nicht, entgegnete er, er bekäme schließlich für jede Unterschrift eine Mark. Ich glaube, er hat rund 2000 Stück signiert an dem Abend. Beflügelt hat es ihn offenbar auch: Am nächsten Tag gewannen wir gegen Hertha BSC, Uli machte das 2:0“, erzählt Rummenigge.

Hoeneß sei „immer ein meinungsstarker Macher und ein leidenschaftlicher Kämpfer für den Klub“ gewesen, betont Rummenigge und gibt zu: „Wir waren beide auch während der Jahre ab und an Vertreter der bayerischen Streitkultur, aber Uli als Schwabe und ich als Westfale sind uns immer einig gewesen: Keine ‚Ehe‘ funktioniert ohne Kompromisse. Für uns beide stand immer das Wohl des FC Bayern an erster Stelle.“

Rummenigge ist sich sicher: „Diesen Verein in seiner Einzigartigkeit und auch in seiner Unabhängigkeit, wie wir ihn heute erleben, würde es ohne Uli Hoeneß nicht geben.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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