Macerata marschiert gegen Rassismus

Tausende Demonstranten sind in der italienischen Stadt Macerata zusammengekommen, um friedlich gegen Rassismus zu marschieren. Der Auslöser der Demonstration war eine laut Polizeiangaben rassistisch motivierte Attacke, bei der ein Mann aus dem Neonazi-Milieu auf afrikanische Migranten schoss und dabei sechs Menschen verletzte.

"Was hier passiert ist, war ein Terrorakt. Es tut uns leid, was mit Pamela geschehen ist, es war etwas Fürchterliches, aber die Monster haben keine Farbe oder Herkunft", so ein Demonstrant.

Der Schütze, Luca Traini, wollte mit seiner Tat den Mord an Pamela Mastropietro rächen, in dessen Zusammenhang ein Nigerianer verhaftet worden war.

Michele Carlino war für euronews vor Ort:

"Macerata erlebte einen Tag voll Anspannung und Mobilisierung, aber der Kampf gegen Rassismus und Faschismus hört nicht auf. Eine neue Kundgebung ist für nächste Woche geplant, hier in Macerata; die Demokratische Partei und die Vereinigung der Partisanen (Anpi) werden teilnehmen; nur inoffiziell anwesend bei der heutigen Kundgebung, um das angespannte Klima nicht weiter aufzuheizen, das durch die wahnsinnige Tat von Luca Traini ausgelöst worden war."